Karriere im Supermarkt: Die Edeka Stiegler Strategie gegen Personalmangel und Discounter

Shownotes

Die Edeka-Kaufleute Sven und Benjamin Stiegler sind die „Enfant Terribles“ der Pfälzer Food-Szene. Sie führen nicht nur neun Supermärkte, sie haben eine Mission: Den Supermarkt aus der Langeweile-Falle zu befreien. In dieser Folge von „Supermarkt Macher“ reden die Brüder Klartext. Es geht um echte Reibung, den Mut zum „Nein“ und warum man manchmal ein „Dippkopf“ sein muss, um im Lebensmittelhandel ganz oben mitzuspielen.

Darum geht es

Erfolg durch Eigensinn: Warum Sven schon in der Ausbildung bei Edeka angeeckt ist und wie dieser Fokus heute die Selbstständigkeit befeuert.

Modernes Management: Wie man über 350 lokale Partner persönlich händelt und warum echte Regionalität bei der 50-km-Grenze beginnt.

Personal & Motivation: Die Story von der Kündigung, die keine war und wie man Mitarbeiter durch Werte bindet, wenn die Konkurrenz mit mehr Gehalt lockt.

Karriere-Insights: Vom Sandkasten-Raufbold zur eigenen Markt-Dynastie und wie die Stiegler-Brüder ihr radikales Branding gestalten.

Shitstorms: Warum Social Media anstrengend sein kann und trotzdem Spaß macht.

Gegen Ende wird es philosophisch: Die Stieglers verraten, wovor sie im Zeitalter von KI wirklich Schiss haben und was sich verändern könnte.

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Transkript anzeigen

00:00:00: Herzlich willkommen zu Supermarktmacher, der Podcast von LZ-Direkt.

00:00:06: Ihre Gastgeberin Svenja Alberti.

00:00:09: Sie spricht mit Supermarktmacherinnen und Supermarktmachern

00:00:12: über alles, was sie bewegt,

00:00:14: was sie antreibt und wie sie ticken.

00:00:16: Willkommen zum LZ-Direkt-Podcast Supermarktmacher.

00:00:19: Heute mit Sven

00:00:20: und Benjamin Stiegler.

00:00:21: Es gibt Kaufleute, die einfach nur ihren Laden führen.

00:00:24: Und es gibt die Stieglers.

00:00:25: Zwei Brüder, neun Märkte, eine klare Haltung.

00:00:29: Regional, radikal und sichtbar wie kaum ein anderer im Edeka-Kosmos.

00:00:33: Willkommen, Benjamin und Sven Stiegler.

00:00:35: Hi, schön, dass ihr da seid.

00:00:38: Für diese Folge haben wir uns ein bisschen was anderes ausgedacht, man neue Dinge ausprobiert und unter anderem kleine Spiele.

00:00:45: Aber dazu dann gleich mehr.

00:00:49: Die erste Frage, Benny.

00:00:50: Wann war der letzte Moment, in dem dich euer eigener Markt so richtig überrascht hat?

00:00:56: Also erstmal nochmal Danke für die Einladung, wir freuen uns sehr.

00:00:58: Eigentlich sind es immer wieder unsere Mitarbeiter, die uns manchmal oder meistens überraschen.

00:01:03: Gerade jetzt in Hassloch.

00:01:03: Wir hatten einen Umbau, wir haben eine neue Kühltruhen eingebaut.

00:01:07: Und am Ende waren unsere Mitarbeiter so schnell, dass wir sogar vor Plan waren.

00:01:12: Und wir dann da starten und gedacht haben, was machen wir jetzt?

00:01:15: Wir sind eigentlich schon fertig.

00:01:16: Wir könnten schon wieder in den nächsten Kulturen einräumen.

00:01:17: Aber so schnell waren dann die Kühlmittelfirma leider gar nicht.

00:01:21: Da muss ich halt immer wieder sagen, da sind wir einfach stolz drauf, was für ein tolles Team wir haben.

00:01:25: Und wenn es dann auch eng wird, dann sind sie immer für uns da und helfen uns.

00:01:29: Und das war so ein Moment, wo wir wieder gesagt haben, wow.

00:01:34: Gerade dieses Jahr, das Jahr war nicht so einfach.

00:01:36: Es war so ein Baueffekt und dann haben wir uns sehr darüber gefreut natürlich.

00:01:40: Schön,

00:01:40: wenn man so ein tolles Team im Rücken hat und noch mehr leisten kann, als man eigentlich vermutet.

00:01:45: Ja, bei mir gab es halt auch so eine Überraschung, also mehrere Überraschungen dieses Jahr, aber ich sage jetzt mal eins, es ist gerade aktuell vor ein paar Tagen passiert.

00:01:52: Ich hatte einen Mitarbeiter, der bei mir gekündigt hat, der schon eine Weile da war, auch immer einen super Job gemacht hat und hat halt gekündigt, weil er sich weiterentwickeln wollte zu einem Mitbewerber.

00:02:04: Und ich dann nochmal mit ihm gesprochen drüber habe und gesagt, ja, okay, ich nehme die Kündigung an.

00:02:08: Es tut mir halt auch weh, dass er geht und hätte ihn gerne gehalten.

00:02:11: Aber ich konnte halt bei manchen Dingen nicht mithalten, was da neue geboten hat.

00:02:16: Und dann habe ich gesagt, muss ich dich leider gehen lassen.

00:02:19: Und ja, jetzt hat Karma vorgestern auf mich zu und hat zu mir gesagt, Herr Stiegler, ich habe jetzt eine Woche schlecht geschlafen.

00:02:27: Ich will eigentlich gar nicht gehen von Ihnen.

00:02:30: Und das hat mich voll überrascht, weil er sich so wohl fühlt und auch das alles, was bei Stiegler so passiert, was wir alles machen, er gibt den anderen Stopp ein.

00:02:41: Wir haben dann auch drüber gesprochen gehabt, dass ich ihm da noch ein paar Sachen mehr gegeben habe.

00:02:44: Also es geht jetzt nicht gehaltlich, sondern halt auf andere Sachen.

00:02:48: Und da war ich so stolz darauf, dass er gesagt hat, hey, ihr macht vieles andere, so viel richtig.

00:02:52: Hab ich schon lange immer gehabt, dass ein Mitarbeiter sowas zurückgezogen hat.

00:02:55: Das beweist doch eigentlich, dass das Miteinander oft wichtiger ist als das Geld.

00:02:59: Sehr schön.

00:03:00: Freut mich für euch, dass ihr ihn halten konntet oder wiederbekommen habt.

00:03:03: Ja.

00:03:04: War dir als Bruder eigentlich schon immer ein Team oder auch mal Konkurrenten?

00:03:08: Habt ihr immer gemeinsam im Sandkasten gespielt oder gab es auch mal Rangellei?

00:03:15: Ich

00:03:17: sag mal so, bis zum, was ich mir so erinnern kann, bis zum Sechzehn Lebensjahr, war das schon so Konkurrenz zu Hause und Raufereien und... Ab der Ausbildungszeit, ab dem, wo wir alle, sage ich mal, ab den Sechzehn, siebzehn ins Alter gekommen sind, haben wir eigentlich einen mega super Verhältnis gehabt.

00:03:34: Und dann haben wir sogar noch unsere Ausbildung im gleichen Betrieb gemacht.

00:03:38: Eher nur zwei Jahre später, glaube ich, gell, Benni?

00:03:41: Ja,

00:03:41: ja.

00:03:41: Aber Sven, bevor du zur Ausbildung kommen, würde ich sagen... So stimmt es ja nett, dass wir uns das verstanden haben.

00:03:46: Du bist mein großer Bruder und ich bin ja der kleine Bruder gewesen, wie man es eigentlich auch kennt.

00:03:51: Von Geschwistern will ja der kleine Bruder immer mit dem großen Bruder natürlich was machen und zieht ihn ja als Vorbild.

00:03:56: Nur hast du ja natürlich keine Lust gehabt mit deinen Freunden auf dem kleinen Bruder.

00:03:59: Das ist ja das ganz normale, was eigentlich so in der Welt passiert.

00:04:04: Also es war einseitig, komm uns darauf einigen.

00:04:09: Also man sieht, dass das Kräftemessen gehört eigentlich, aber irgendwie auch immer irgendwo dazu, weil wir pushen uns ja dadurch auch, ja.

00:04:15: Und das hat uns bisher in den letzten fünfzehn Jahren auch nie geschadet.

00:04:19: Ihr spornt euch gegenseitig an.

00:04:21: Ich habe auch das Gefühl, ihr versteht euch richtig gut und ihr macht auch viel gemeinsam.

00:04:26: Von daher ist es doch auch dann schön, wenn sich so gewendet hat und ihr gemeinsam Unternehmer seid.

00:04:32: Ihr schäft euch schon privat.

00:04:33: Also wir sind auch viel privat unterwegs.

00:04:35: Warum Supermarkt?

00:04:36: Warum nicht irgendwie Weinberge oder Felser Wald?

00:04:45: Warum Supermarkt?

00:04:46: Ich meine, damals war es halt so, dass wir eben nah und gut in unserer kleinen Stadt, wo wir aufgewachsen sind, als Aushilfe gearbeitet haben.

00:04:57: Und die Frage ist ja, warum nett?

00:04:59: Ich meine, es gibt ja so viele Aufstiegsmöglichkeiten im Supermarkt.

00:05:02: Und so schnelle Aufstiegsmöglichkeiten bekommt man nirgends anders.

00:05:09: Ist ja kein Geheimnis.

00:05:10: Wir wollten beide damals was anderes machen.

00:05:12: Es hat bei beiden nicht geklappt.

00:05:14: Ich wollte immer DVDs verkaufen.

00:05:17: Ich bin ein großer Filmfan.

00:05:19: Sven wollte in die Bank.

00:05:20: Ja,

00:05:21: vom Charakter her passt es auch ganz gut eigentlich, hätte es auch gut gepasst, aber irgendwie hat es halt net geklappt.

00:05:27: und dann sind wir halt über Umwege durch unseren Aushilfsjob, Sven war ein Jahr vor mir in dem Unternehmen schon drin, in die Ausbildung gekommen und so hat sich das dann einfach ergeben.

00:05:37: und als wir dann irgendwie drin waren oder konnte man es eigentlich irgendwie nicht mehr aufhalten.

00:05:42: Also ich wollte auch gar nicht mehr daraus.

00:05:44: Ich habe immer mit meinen Chefs Konfrontationen gehabt, weil ich immer meine eigene Ideen entwickeln wollte und einen Chef über mir zu haben, war da nie so gut.

00:05:53: Das habe ich schon seit der Ausbildung gemerkt.

00:05:54: Das würde heute auch noch zu mir sagen, dass wir da auch oftmals aneinander geraten sind in der Ausbildung mit meinem Chef.

00:05:59: Sag

00:05:59: nochmal kurz, wer

00:06:00: war dein Chef?

00:06:01: Der wäre der Chef, das war der Herr Bauer und Frau Bauer in Kench.

00:06:06: Damals eine Ausbildung.

00:06:07: Das wäre ja auch ein Sturrkopf.

00:06:08: Ja, aber es ist ja was aus ihm geworden.

00:06:10: Also vielleicht ist Sturrheit ja auch ein Mittel zur Selbstständigkeit.

00:06:14: Ja, das hat ja damit jetzt nichts zu tun.

00:06:16: Ich meine, es gibt ja viele verschiedene Charaktere in der Selbstständigkeit und alle finden ja ihren Weg, um irgendwie mit ihrem Team oder mit ihrer Arbeit zu Recht zu kommen.

00:06:24: Ich sag nur, deswegen ist es halt, wenn jemand, was wenn dann also übergestellt war, dann ist es dann schon schwierig.

00:06:32: Wenn das dann sein Kopf wird ausregen.

00:06:34: Also wir

00:06:34: gleichgestellt sind.

00:06:38: Genau, auf Augenhöhe.

00:06:39: Aber ihr seid die Schiffs.

00:06:41: Was hat euch denn wirklich gereizt?

00:06:43: Erfläche, Freiheit oder die Verantwortung?

00:06:49: Chef gesehen, der war ja schon selbstständig mit die Frauen, Herr Bauer, also Chef und Chefin.

00:06:54: Die haben ja auch ein Familienunternehmen gehabt oder waren, haben das zusammen gemacht.

00:06:57: Und da war einfach schon für mich, dass ich gesagt habe, ich will meine eigenen Entscheidungen treffen.

00:07:01: Ich will mein eigener Chef sein, so wie mein Bruder sagt, mein Dipkopf.

00:07:03: Und das hat sich ja nicht nur da, das hatte ich auch in meiner Fußballzeit früher durchgesetzt.

00:07:07: Also ich konnte keine Entscheidungen vom Chiri mitgehen in meinen Sportarten.

00:07:12: Da gab es immer Reibereien dann zwischen mir im Chiri.

00:07:14: Also es hat sich schon so durchgezogen mit roter Faden.

00:07:17: Das war halt diese Freiheit, Verantwortung, selbst Entscheidungen zu treffen und sich was aufzubauen.

00:07:22: Und das war da schon so ein Teil von mir, was ich machen wollte.

00:07:27: Ja, bin da voll barm zu werden.

00:07:29: Wir hatten immer tolle Chefs als Vorbilder, muss ich sagen.

00:07:31: Wir haben tolle Ausbildung gehabt.

00:07:33: Wir hatten tolle Weiterbildungsmöglichkeiten, wo wir uns ja dann auch räumlich verändert hatten.

00:07:41: Die Chefs haben uns eigentlich immer die Freiheit gegeben, uns komplett frei zu entfalten.

00:07:45: Und das war halt auch immer toll.

00:07:47: Wir durften alles probieren, alles tun, wir durften auch viele Fehler machen.

00:07:51: Und ich muss sagen, ohne meinen Bruder wäre ich heute nicht selbstständig, weil ich hätte eventuell einen anderen Weg eingeschlagen oder ich war nicht so mutig am Anfang, wie er, aber er hat auch gesagt, irgendwann, hey, versuchst du einfach, bewerb dich doch und du schaffst es auch.

00:08:07: und dann habe ich das getan.

00:08:09: Und so ist es dann auch heute dann irgendwie dazu gekommen.

00:08:12: Es war natürlich perfekt, dass Sven damals in Bad Dürkheim sein ersten Markt gekriegt hat und mir dann natürlich auch Hassloch angeboten wurde, der ja gerade mal zehn Minuten weg ist von dem Markt.

00:08:21: Und somit hat es, ist es ja dann auf einmal entstanden mit unserer kleinen Stiegler-Dynastie, sage ich mal.

00:08:26: Ich erinnere

00:08:27: mich auch daran.

00:08:28: Das war war zwei Tausendzehn.

00:08:30: Da kam der Vertrieb zu mir und hat gefragt, ob mein Bruder auch schon so weit wäre, Substance zu machen.

00:08:34: Und muss

00:08:34: es auch nach deinem OK gehen?

00:08:37: Das ist gut, aber ich wurde

00:08:38: so angesprochen und gefragt.

00:08:39: Und dann hat mein Bruder immer gesagt, Selbstständigkeit weiß nicht, ob ich das will.

00:08:44: Und dann habe ich gesagt, hey, Benny, mach es.

00:08:46: Wir haben jetzt die Chance, mach es.

00:08:48: Und ich glaube, du wirst es niemals bereuen.

00:08:49: Und heute hat er auch schon immer gesagt, bereut es nicht, mit den Schritt gewagt zu haben.

00:08:54: War auch kein einfacher Standort.

00:08:55: Aber mein Bruder hat da richtig Gas gegeben und hat dann auch die Edige davon überzeugt, dass wir da auch mehr können.

00:09:00: Aber wie

00:09:00: schön, dass du als großer Bruder ihm auch da den Mut zugesprochen hast.

00:09:05: Ja, das ist natürlich immer toll, wenn du einfach jemand hast, mit dem du reden kannst, vor allem wenn du dich gerade selbst nicht machst.

00:09:12: Das haben ja viele nicht, außer dass sie natürlich ihre ehemaligen Chefs oder so haben.

00:09:15: Aber das ist doch dann schon was anderes, wenn jemand in der Familie da ist, der auch nicht weit weg ist, der auch vielleicht schon einen oder anderen Fehler gemacht hat, wo du dir sagen kannst, wie funktionierten das?

00:09:23: Und da das, wenn mich dann eigentlich auch immer komplett unterstützt und hat mir geholfen und war da auch irgendwie immer für mich da und ist dann für ihn genauso.

00:09:34: Wir haben uns dann irgendwann ergänzt, ja, weil er hat ja erst einen kleineren Markt gehabt, ich habe dann ein bisschen größer gehabt, dann kam sein Großer dazu, also und dann hat er jeder seine Erfahrung gehabt, wie kann man was machen?

00:09:43: und wir haben uns gegenseitig auch immer natürlich auch Halt gegeben, weil nicht jeder mag die für bisher gut und dann zweifelst du ja schon immer dran und denkst, okay, was mache ich jetzt oder versuch oder will schnelle Entscheidungen treffen, die vielleicht nicht gut sind und wir sagen, komm, das halte ich zu du hast, du musst weiter machen, irgendwann kommst und das haben viele, denke ich, net und das ist auch eine Stärke von uns zwei.

00:10:02: Warum das auch so gut funktioniert?

00:10:04: Ihr seid ein tolles Bearings-Partner.

00:10:07: Ihr nennt euch selbst die Pfälzer Buwe.

00:10:09: Ist das Identität oder nur Marketing oder vielleicht auch beides?

00:10:13: Also wir sind ja auf diesen Begriff gekommen damals, wo wir halt die Bäcker Buwe hatten.

00:10:19: mit unserer Bäckerei, das haben wir das Konzept ja vor sechs Jahren gestartet gehabt, das auch auf der Couch entstanden ist, das Logo und das Bäckerbube, damals beim Brainstorming einfach so nebenbei.

00:10:31: und da sind wir dann hingekommen und haben dann gesagt, was können wir eigentlich machen um unsere Marke mit Regio und nochmal neu zu entwickeln?

00:10:38: und da sind wir dann auch da nochmal dran gedreht und haben gesagt, wir machen einfach dann aus dem Bäckerbube, machen wir die Pfälzerbube.

00:10:45: Ja, aus dem Markt, weil wir einfach mittlerweile sind ja keine Pfälzer-Echten, aber wir sind hier rübergezogen, wir fühlen uns hier wohl in dem Bundesland.

00:10:53: Wir sind

00:10:53: vor der Pfälzer, soweit sind wir nicht weg, oder?

00:10:56: Ja.

00:10:56: Ich muss schon sagen, wir sind ja in Kedge aufgewachsen am Rhein, das ist ja eigentlich gerade, neben dem Rhein ist direkt Speyer, also wir waren schon oft in der Pfalz unterwegs.

00:11:05: Ja.

00:11:06: Ja, und dann ist es auch eine Marketing.

00:11:08: Klar, dass man da irgendwas machen will.

00:11:11: Und wir wollen ja auch, dass wir als Marke beim Kunde wahrgenommen werden.

00:11:14: Wir wollen ja nicht, dass er zum Ediger geht, sondern entweder zum Ediger Stiegler dann oder nur zum Stiegler.

00:11:20: Ja, und das war dann immer auch sagt, hey zu Hause hast du uns auf der Brötchenpackung, auf der Fleischpackung, auf den Räkyo-Produkten.

00:11:26: Du siehst uns im Markt überall.

00:11:28: Und wir werden auch draußen ja schon erkannt von den Gesichtern her, wo die Kunden uns ansprechen.

00:11:32: Das ist natürlich Stieglers.

00:11:33: Das ist auch schön.

00:11:34: dann und das war da eine Marke.

00:11:36: in der Vorderfalt für uns bekommen, wo der Kunde uns dann auch wertschätzt und weiß, er bekommt Qualität und er kriegt seine Produkte und auch wird gut bedient.

00:11:45: Und das Fensterbube Logo steht ja auch noch für die ganze Regularität, die wir anbieten.

00:11:50: Wir lieben ja und leben die Pfalz wie kein andere und sind sehr stolz drauf.

00:11:54: Und es ist immer wieder lustig, wenn natürlich dann auch, wie das wir eben gesagt haben, dass die Leute uns erkennen überall, wenn wir dann auch Freunde haben, die dann sagen, ich habe dich schon die ganze Zeit in Instagram gesehen die ganze Woche, jetzt bin ich sonntags am Frühstückstisch und da liegt da die Brötchen-Tüte auch noch von dir rum.

00:12:07: Das ist Spaß gemeint, dann schmunzeln wir natürlich auch und sind natürlich auch stolz drauf, dass die Leute das als Marke mittlerweile hier in der Vorderpfalz ansägen.

00:12:16: Ja, dass ihr das auch geschafft habt.

00:12:18: Wie viel Pfalz steckt denn wirklich so in euren Regalen?

00:12:21: Oh, ganze Menge.

00:12:21: So viel lassen wir schon bald keinen Platz mehr haben.

00:12:23: Nein, wir haben über dreihundertfünfzig regionale Differanten.

00:12:27: Also bei uns steht nicht nur Frische aus der Pfalz in unserem Credo, sondern wir leben das auch wirklich in jedem Markt und das sieht man auch.

00:12:34: Wir geben den regionalen Partnern immer voll Aufmerksamkeit.

00:12:38: Sie haben Top-Lätze bei uns, weil es uns ganz wichtig ist.

00:12:41: Wir haben außergewöhnliches Sortiment.

00:12:43: Wir haben schon alles versucht und probiert von Nagelack mit Weingeruch und auch Hundekauknochen aus Weugnotze.

00:12:52: Also es gibt nichts, was wir nicht versuchen.

00:12:53: Wir hören uns alles an, für jeden, der auf uns zukommt.

00:12:56: Wir haben auch öfters schon Aufrufe gemacht für regionalen Lieferanten.

00:13:00: Man bekommt bei uns eigentlich... alles was Regionalität angeht.

00:13:04: Also die Pfalz bietet natürlich auch sehr viel, das darf man auch nicht vergessen.

00:13:07: Das ist natürlich schön, dass wir in der Vorderpfalz so viel Obst anbauen, so viel Gemüse, dass natürlich auch die Pfälzer ihre Pfalz so lieben und das natürlich auch so spielen mit Duppekläser, mit Klamotten.

00:13:19: Also es wird uns natürlich auch einfach gemacht ein bisschen, aber wir versuchen das natürlich auch zu bündeln und dann den Kunden natürlich auch vor Ort anzubieten, dass er nicht überall seine Produkte hinfahren muss.

00:13:29: Und wir sind halt auch mit vielen Lieferanten heute befreundet.

00:13:34: Unsere Kinder gehen teilweise mit den ihren Kindern in die Schule.

00:13:37: Man kennt sich, falls es klein ist.

00:13:39: Wir sind ein Dorf.

00:13:41: Wir haben teilweise mehr Winzer in einem Dorf, als irgendwie, sag mal, ein Bäcker oder so, oder Supermärkte.

00:13:50: Aber wir sind da schon sehr hinten dran und es ist uns auch sehr wichtig.

00:13:53: Von Anfang an, oder das, wenn war das für uns wichtig, wir wollten damals was anderes schaffen.

00:13:57: Deswegen haben wir uns auch extra überlegt, was machen wir, machen wir ein Logo, wie machen wir das Logo, was soll in dem Logo stehen, für uns steht die Traube für die Pfalz, das war uns ganz wichtig und natürlich die Frische aus der Pfalz, aber natürlich auch, dass der Kunde nicht denkt, er kriegt nur Felserprodukte, sondern er kriegt auch alles aus der Welt bei uns, also komplettes Programm kann er sich bei uns holen.

00:14:18: Wir leben die Regionalität, aber ihr macht auch Storytelling draus und macht euch damit zur Marke.

00:14:24: Genau, wir machen viele Aktionen auch mit den regionalen Partnern.

00:14:29: Wir haben beim Regio-Award gewonnen mit unserem Felser-Buwe-Konzept.

00:14:34: Wir versuchen auch, dass der Kunde das so einfach wie möglich erkennt.

00:14:37: Und für uns ist es auch ganz wichtig zu sagen, der regionale Verandt, der dieses Felser-Buwe bekommt, zum Beispiel, ist nicht weiter weg als fünfzig Kilometer.

00:14:44: Aber wenn der jetzt zum Beispiel schon in Baden-Bürden weg wäre, wäre er für uns kein regionaler Partner mehr.

00:14:50: wirklich nur die Pfalz.

00:14:51: Jetzt

00:14:51: wirbt da ja eigentlich jeder mit.

00:14:53: oder Regionalität steht ja hoch im Kurs, andere Kaufleute machen das auch.

00:14:58: Würdet ihr sagen ihr macht es besser oder ihr macht es anders oder ihr macht es echter?

00:15:03: So, da würde ich sagen, es soll auch jeder Kaufmann machen in seiner Region, weil wenn er im Norden ist, hat der Kunde, der kennt uns ja hier unten nicht.

00:15:11: Und er muss ja gucken, der Kaufmann, dass er in seiner Region alle Kunden zu sich holt, auch in schlechten Zeiten, wie es mir momentan haben, auch wenn die anderen wieder mit Butter raushauen und alle Möglichen, dass der Kunde trotzdem zu dir kommt und mit Dich wahrnimmt und es nicht nur über den Preis geht.

00:15:26: Wir wollen uns ja nicht sagen, wir sind besser wie andere oder nicht oder so, also wir versuchen halt viel zu machen, weil damit können uns abheben.

00:15:33: Also das kann man uns noch abheben.

00:15:35: Also mit der Butter, momentan können wir uns nicht vom Preis abheben, vom Mitbewerber.

00:15:39: Die haben wir alle gleich.

00:15:40: Wir müssen im Grunde sagen, was kriegst du außer die neun neun Cent Butter noch bei uns?

00:15:45: Welche Sachen?

00:15:45: Und was können wir dir dafür bieten?

00:15:47: Ja, weil klar, wenn wir nur auf Preis gucken würden, bei der Kunde, dann würde er immer zum Billigsten fahren.

00:15:52: Aber wir geben ihm ja noch mehr.

00:15:54: Ob er bei uns Atmosphäre bekommt, wird ans Regal geführt, wenn er was sucht.

00:15:59: Freundlichkeit von den Mitarbeitern, von Begrüßung.

00:16:01: bis Verabschiedung.

00:16:03: Kleine Small Talks.

00:16:05: Das ist alles, was man bei den anderen nicht bekommen darf oder nicht soll, weil da geht es halt nach harten Facts und nach Zahlen.

00:16:10: Da muss alles schnell gehen.

00:16:11: Das ist so zusammengebildet.

00:16:12: Ich

00:16:13: verstehe, dass so hier betreibt viel Aufwand und das nicht nur beim Thema Regionalität, sondern auch beim Thema Service Frische und überhaupt Vielfalt im Sortiment.

00:16:22: Jetzt kommen wir zum Spielen.

00:16:24: Wir haben die kleine Minirobrique eingeführt, mitgebracht heute.

00:16:28: Stiegler oder Stillstand?

00:16:31: Fünf schnelle Sätze, fünf ehrliche Antworten.

00:16:34: Ich sage einen Satz vor ihr, sprecht ihn weiter.

00:16:39: Könnt ihr spontan einfach entscheiden, wenn ich im Markt etwas verbieten dürfte, dann ... Regulatoren,

00:16:46: also Gesetze.

00:16:48: Ja, sehr gut.

00:16:51: Benni, der Satz, den ich im Supermarkt nicht mehr hören kann.

00:16:54: Wer arbeiten Sie hier?

00:16:56: Ich brauche mehr Personal.

00:16:58: Ein richtig guten Markt erkennt man an... Rollenregal.

00:17:01: An freundlichen, aufmerksamen Mitarbeiter sowie die Sauberkeit auf dem Parkplatz.

00:17:05: Das letzte Mal, dass uns ein Konzept richtig auf die Füße gefallen ist.

00:17:08: Gasdruckkonzept.

00:17:09: Ja, Popcorn aus Amerika.

00:17:10: Wenn Edeka uns morgen feuert, dann macht ihr was?

00:17:13: Bewerb mich noch mal.

00:17:15: Ich bewerbe mich bei Sandukar.

00:17:17: Grüße gehen raus.

00:17:18: und so Freunde von Sandukar.

00:17:19: Die nehmen dich, die nehmen dich.

00:17:20: Ja, also zu sch... Scherzen seid ihr gerne bereit.

00:17:24: Ihr habt auch sehr viel Spaß an der Arbeit.

00:17:27: Kommen wir zum Thema Social Media.

00:17:29: Ich denke mal, ihr wart, glaube ich, die ersten, die richtig geile Aprilscherze gemacht haben.

00:17:35: Und auch Super Bowl kann ich mich gut daran erinnern.

00:17:38: Ein geiles Video.

00:17:39: Viele haben es dann nachgemacht in den nächsten Jahren, aber ihr wart in vielen Dingen die ersten.

00:17:45: Das Letzte sind die Babystiegler, Mini-Avartare von euch.

00:17:49: Auch eine coole Sache.

00:17:52: Ihr seid auf Facebook und Insta eigentlich omnipresent.

00:17:55: Wie wichtig ist das denn für euch?

00:17:57: Das gebe ich mir gleich mal meinen Bruder nämlich das Ding, weil ohne meinen Bruder hätten wir kein Insta und kein Facebook, weil ich habe das ja immer verdonnert früher.

00:18:03: Ich wollte das ja nicht.

00:18:04: Ja, und jetzt sitze ich mit dem Boot und muss...

00:18:07: Und es macht Spaß, oder?

00:18:08: Ja, es macht Spaß.

00:18:11: Wir sind wirklich seit, seit, seit, seit, ich mich selbst nicht gemacht, direkt auf den Zug, Facebook mit aufgesprungen.

00:18:16: Und danach sind wir auch mit Insta dann natürlich go live gegangen.

00:18:21: Also für uns ist es schon wichtig.

00:18:23: Oder ja, ich sage immer für mich, mein Bruder sagt dann, ja, brauchen wir das wieder?

00:18:26: Oder brauchen wir das?

00:18:26: Dann sage ich, ja, das brauchen wir.

00:18:27: Das ist wie natürlich heutzutage irgendeine Zeitungswerbung oder eine Werbung, die nicht unbedingt immer messbar ist.

00:18:34: So ist natürlich auch manchmal Facebook und Instagram.

00:18:36: Ich sage immer zu jedem Kaufmann, warum macht ihr es nicht?

00:18:39: Ich meine, wir sind Kaufleute.

00:18:40: Dieses Medium ist gratis.

00:18:41: Es kostet dich nichts.

00:18:43: Ja, theoretisch, wenn du das helbst machst.

00:18:44: Du hast ein Handy, hast du sowieso, da kannst du dich da einlocken.

00:18:46: Und dann kannst du Werbung machen.

00:18:48: Führt deinen Markt ohne einen Cent zu bezahlen.

00:18:51: Du kannst deine eigene Werbung machen.

00:18:53: Du kannst es so machen, wie du möchtest.

00:18:54: Und wenn ich überlege, wie wir mittlerweile wahrgenommen werden, ja, ich sag mal, in Deutschland auch natürlich, ja, und da halt ihr in der Region.

00:19:03: Und man kann dadurch auch... Geld verdienen.

00:19:06: Das heißt, in dem Sinne ich kann natürlich dadurch auch Produkte verkaufen.

00:19:09: Das dauert ein bisschen.

00:19:10: Man muss natürlich was aufbauen.

00:19:11: Das haben wir uns über Jahre lang gemacht.

00:19:13: Und dann ist es natürlich für uns auch immer ein bisschen so, wie man es halt doch überall sagt.

00:19:18: Wenn über einen geredet wird, ist es ja auch das die beste Werbung.

00:19:20: Und somit machen wir das mit unseren Aprilscherzen, mit den Football-Videos.

00:19:23: Wir versuchen uns immer wieder, was einfallen zu lassen.

00:19:26: Was natürlich nicht einfach ist, weil man ja heute mal die ganze Welt anguckt, TikTokco und so weiter.

00:19:31: Was dafür Geschichten und Storytellings und... Filme gedreht werden ist es ja schon Wahnsinn.

00:19:36: Ja, das gab es ja vor ein paar Jahren nicht.

00:19:38: Also man muss ja versuchen immer wieder irgendwie was rauszuhauen, was kein anderer hat.

00:19:42: Und das ist nicht so einfach.

00:19:44: Aber

00:19:44: macht ihr das selbst, die Ideen entwickeln.

00:19:46: oder steht da jemand hinter euch?

00:19:48: Habt ihr eine Agentur?

00:19:49: Bruder seine Freundin, seit die jetzt auch da ist, wir haben es vorher ein bisschen langsamer gemacht, seit die jetzt das auch übernommen hat, mein Bruder seine Freundin, ist das Pensum da schon hoch geworden, da werden wir schon überfallen im Büro, jetzt müssen wir das machen und das machen.

00:20:00: Ich habe gerade Arbeit, sag mal ein Kommentar zu irgendwas, irgendwie mit dem Golfball und mit diesem Finger, ich habe gar nicht gewusst, was ihr von uns will.

00:20:06: und dann hat die da irgendwas anderes draus gemacht, weil das ist gerade trendes und hat uns da Produkte vorgelegt, überrascht uns da manchmal und wir wissen überall nicht in der Zentrale, was jetzt da wieder mit vorhat.

00:20:16: Also es ist dann schon spannend, ist anstrengend.

00:20:19: weil man nicht immer auch im Tagesablauf und vielleicht auch in den Geschichten, was man so im Tag erlebt, manchmal wieder die Freude eigentlich ausstrahlen kann.

00:20:25: Aber wir müssen ja die Freude in Instagram dann auch wieder ausstrahlen, einfach dann umzuschalten.

00:20:29: Aber die

00:20:29: ersten Videos kam schon aus eurer Feder, oder?

00:20:33: Ja, ich habe

00:20:34: das ja früher alleine gemacht.

00:20:36: und habe dabei noch voll gearbeitet.

00:20:39: Das war dann halt schon anstrengend.

00:20:40: Und bis ich dann irgendwann gesagt habe, wir brauchen jemand für die Stelle, um da einfach nochmal aufs Next Level zu gehen.

00:20:45: Und erst hat die Yvonne Wittmann bei uns das gemacht, die ist dann aber in älteren Zeit gegangen.

00:20:51: Und dann hat sie Chrissy übernommen.

00:20:54: Und Chrissy ist auch ein paar Jahre jünger und das hat uns natürlich auch geholfen, weil sie sieht ja nochmal die Generationen nochmal anders auf Instagram wie wir.

00:21:02: Die Facebook-Generation ist anders und die TikTok-Generation ist anders.

00:21:05: Und da hat man halt dann doch nochmal einen Sprung nach vorne gemacht mit unseren Videos.

00:21:09: Und es macht schon immer wieder Spaß, aber ja, es ist halt so, dass es anstrengend ist.

00:21:14: Aber ich finde es halt auch toll, dass viele Leute... da auch Rückmeldung geben und wir natürlich auch viel Feedback mittlerweile von Kunden bekommen.

00:21:21: Positiv wie negativ über die Social Media Kanäle, die für uns einfach auch wichtig sind, im Markt zu arbeiten und zu sagen, okay, da machen wir Fehler oder da sind wir gut, da sind wir nicht gut.

00:21:31: Das ist halt auch schon so ein Instrument, weil die Leute halt doch eher mehr Feedback geben, wenn sie natürlich ein bisschen anonymer sind, als wenn sie es jetzt direkt im Markt machen müssten.

00:21:41: Zwar die stärkste Kritik bisher?

00:21:42: Die stärkste Kritik.

00:21:44: Ja gut, man war sonst mal richtig um die Ohren geflogen ist, aber da waren wir eigentlich nicht schuld, weil wir hatten wirklich eigentlich von unseren Posts noch nie einen Shitstorm.

00:21:55: Corona meinst du?

00:21:56: Ja, das war der Corona-Post.

00:21:57: Wir hatten ein Videodreh beim Sven in Frankental im Markt von RTL und die wollten einen Test machen.

00:22:03: Hier dürfen nur Geimpfte rein.

00:22:05: Und wir haben aber vorher gesagt, okay, wir können das machen.

00:22:08: Es darf aber nirgendwo unser Logo aufblocken.

00:22:10: Und was haben die gemacht?

00:22:11: Die haben es schön auf den Nieder-Avien-Zettel.

00:22:14: Edeka Stiegler vorne drauf gemacht.

00:22:16: Gott, war da was los am nächsten Tag.

00:22:18: Also, Internet ist ein... Also, bei uns... Also,

00:22:21: es ging bis Morddrohungen.

00:22:22: Bis

00:22:22: die Morddrohung war.

00:22:23: Ja, ja, Morddrohungen, alles.

00:22:25: Die Leute haben das echt für ernst genommen.

00:22:27: Also, ansonsten, was mal immer wieder ein Problem vor der Corona-Zeit ist, wenn wir... Plastik, also Artikel mit Plastik gepostet haben, die in Plastik verpackt waren oder es gab viel zu viel Plastik.

00:22:42: Nicht immer halt einfach, ihr kennt es selber, wir sind im Supermarkt, Lebensmittel, manchmal ist halt Plastik einfach das beste Mittel, um was haltbar zu machen.

00:22:48: und es ist halt einfach, ohne Plastik geht es halt einfach aktuell.

00:22:51: und das ist halt mal, das gehört halt dazu.

00:22:53: Aber sonst noch ist, wir selbst hatten noch nie einen großen Shitstorm.

00:22:57: aus unseren Posten heraus.

00:22:59: Es gab da noch die EDECA-Aktion damals mit der Politikkampagne von der AfD.

00:23:06: Das haben wir, weil wir wirklich viel im Internet unterwegs sind in der Social-Media stark gemerkt.

00:23:11: Also wir haben da viel abbekommen dann, weil da haben sich viele Leute auch dann ihren Frust raus gelassen und wir waren dann

00:23:18: einfach nur, weil ihr EDECA seid.

00:23:20: Ja, aber weil wir halt auch viel unterwegs sind.

00:23:22: Wir antworten halt auch jedem fast.

00:23:23: Wir kümmern uns im Google und die Bewertungen.

00:23:26: Es gibt ja viele, die tun das ja gar nicht beantworten, aber wir sind in der Meinung, das ist wichtig.

00:23:30: Wir müssen in die Kommunikation mit dem Kunden außen auch treten und dann müssen wir natürlich auch, wenn sowas passiert, müssen wir natürlich dann auch... diskutieren und können es nicht zurücknehmen.

00:23:38: Das ist halt nicht so einfach.

00:23:39: Was

00:23:39: war der Post oder das Video über das, über den ihr intern am meisten diskutiert habt?

00:23:46: Macht ihr es überhaupt?

00:23:47: Kann man das machen?

00:23:48: Ja, Sven, da habe ich gestern lange mit der Krise nochmal drüber gesprochen.

00:23:51: Ich glaube, es war der Post knallenden Stadt Böllern.

00:23:54: Also wir verkaufen ja schon seit fünf Jahren, würde ich jetzt glaube sagen, oder so fünf Jahren kein Feuerwerk.

00:24:00: Und wir haben natürlich am Anfang haben wir das auch nicht kommuniziert, großartig, immer nur kurz vorher.

00:24:05: Wir hatten da schon Angst, dass dann Kunden uns in den Zwischenjahren meiden und natürlich ihren Einkauf nicht bei uns machen, weil sie sagen, ich will halt alles kaufen und ich will halt das Feuerwerk und mein Nom Essen kaufen bei einer Stelle.

00:24:18: Und da hatten wir schon Angst, aber was ist Angst?

00:24:20: Wir warten uns sicher, was wir machen sollen.

00:24:23: Dann haben wir die ersten zwei Jahren, drei Jahren das nie gepostet.

00:24:27: Die Kunden haben das gewusst, wir haben dann auch... Zeit uns anzeigen und so weiter, wenn wir anfragen, die haben wir alle beantwortet, aber wir sind nicht nach außen in Social Media reingegangen.

00:24:35: Weil natürlich Social Media ist ja nicht immer nur Vorderpfalt, sondern wenn da wirklich so ein Shitstorm kommt, dann kommt es ja ganz, dann kommt ja ganz Deutschland auf dich drauf, ja, das ist ja schwierig.

00:24:43: Du kannst nicht mehr unterscheiden, ob es ein Kundi ist oder nicht.

00:24:46: Und dann wird es in der Diskussion schwierig.

00:24:48: Und den Kanal in Stadt Bölland, den hatten wir letztes Jahr als Erstes gemacht, ja, und da haben wir gesagt, Stadt Bölland... Sollst du halt knallen?

00:24:57: Nein, also wir verbieten keinem das knallen, weil wir können ja auch in eine andere Richtung knallen.

00:25:02: Und dementsprechend haben wir ja auch den Prost gemacht und haben dann auch einen Aufbau gemacht mit Sex, Champagner, Milchungsmittel, die man braucht.

00:25:11: Und Endeffekt, unsere Kunden wissen das jetzt alle schon.

00:25:13: und die Kunden, die da sich drüber aufregen, das sind auch nicht unsere Kunden, die kommen eh nicht bei uns einkaufen.

00:25:19: Bei uns wird es kein Feuerwerk mehr geben, auch aus dem Grund, weil wir einfach, wir sagen es nicht, Jetzt hier nur wegen der Nachhaltigkeit, das ist auch ein Thema.

00:25:27: Sven hat einen Hund, ich habe einen Hund.

00:25:30: Allein die Tiere, die da wirklich unter Stress leiden.

00:25:33: Und dann kommt noch das Thema dazu, wo halt auch niemand irgendwie dran denkt, wie viele Menschen sich beim Böllern verletzen und die ganzen Krankenhäuser dann voll sind.

00:25:42: Man kann auch einfach umdenken und ich denke, die Zeit ist einfach dafür reif.

00:25:48: Kommen wir mal auf euer eigentliches Geschäft.

00:25:51: Supermarkt und Fläche zu sprechen.

00:25:53: Ihr habt ehemalige Realflächen auch übernommen.

00:25:56: Jetzt ist ja Großfläche nicht so ganz einfach und auch ein bisschen verpönt.

00:25:59: Warum habt ihr euch das freiwillig angetan?

00:26:02: Das weiß ich auch nicht.

00:26:03: Das tat schon manchmal weh.

00:26:06: Das Thema.

00:26:07: Und hat auch Schmerzen verursacht.

00:26:09: Schlaflose Nächte wahrscheinlich auch.

00:26:11: Aber wir waren halt auch vorher Feuer und Flammen und haben halt auch gesagt, okay, das ist für unsere Expansion, ist das gut, wenn wir die Flächen mit dazu nehmen, weil es einfach bei uns ins Gebiet reinpasst und wie man immer manchmal hat.

00:26:23: Wir gehen ja immer mit allen vollen dran.

00:26:27: Also wir wollen immer Champions League spielen.

00:26:29: Der FC Bayern sagt ja auch nicht, wir kämpfen jetzt um Abstiegs.

00:26:31: Was ist?

00:26:31: nein, wir gehen auf Champions League Platz jedes Jahr.

00:26:33: Wir wollen die Champions League gewinnen.

00:26:35: Und so ist der auch für uns.

00:26:36: Und wenn wir in den Markt waren, sagen wir auch, wir wollen.

00:26:38: der erste sein und wollen alles bringen.

00:26:40: Da hat man manchmal Rückschläge bekommen, auch bei unserem Realhaus, wo wir bekommen haben in Mutterstadt, wo drei Jahre geschlossen war, waren ja auch alle Kunden weg.

00:26:49: Da kämpfen wir halt um jeden Kunde.

00:26:52: Tart auch mal weh, aber geht aufwärts und man sieht das Licht und man sieht, wo es das vorangeht und die Mannschaft zieht mit und alles.

00:26:58: Also wir werden da auch irgendwann überglücklich sein.

00:27:01: Das haben wir zwei uns schon gesagt, obwohl mein Bruder mich da auch schon oftmals rausholen musste, so aus einem kleinen Loch.

00:27:08: Aber wer nicht wagt, wer nicht gewinnt.

00:27:13: Habt ihr ein Geheimnis damit auf viertausend Quadratmeter überhaupt Bewegung entsteht?

00:27:20: Auf jeden Fall ins Risiko gehen, das ist immer ganz wichtig.

00:27:22: Wir sind Kaufleute und Fehler müssen gemacht werden und Fehler tun weh.

00:27:26: Es ist halt leider so

00:27:28: ein

00:27:28: Geheimnis.

00:27:29: Du brauchst ein tolles Sortiment meiner Meinung nach.

00:27:31: Du brauchst ständig wechselnde Aktionen, weil die Fläche muss ja belebt werden.

00:27:36: Das sehen wir auch.

00:27:36: Wir haben ja zwei von den großen Häusern.

00:27:38: Den ersten haben wir ja in der Corona-Zeit übernommen.

00:27:44: Wir waren ja mit so großem Märkten am Anfang gar nicht in Kontakt getreten.

00:27:47: Wir hatten uns eine Tausend Fünfnachter Drahtmetalläden, ein Tausend Achthundert, da haben wir uns wohl gefühlt.

00:27:51: Und dann kam auf einmal das Center, dann sind wir erst mal in eine andere Atmosphäre katapultiert worden, weil das ist ja eine ganz andere Masse, was da, also als erste Mal so sechzehn Dispers, was das kam, wir hatten das bestellt, das ist ja verrückt.

00:28:04: Und das die dann nach drei Tagen leer war, ich dachte, okay, hier geht's.

00:28:08: Hier geht was, ja.

00:28:09: Und wenn da mal hundert Displays kommen in einer Woche, ja.

00:28:11: Und

00:28:13: zehn Paletten Reisekoffer.

00:28:14: Ja, genau.

00:28:16: Aber das ist ganz wichtig.

00:28:17: Du brauchst einen tollen Marktleiter, ein tolles Team, die sich auskennen.

00:28:21: Die Regionalität ist hier auch wieder wichtig.

00:28:23: Und ich denke, wir haben sie in Beineneden super gespielt.

00:28:26: Der Mutterstadt am Markt sieht mega aus.

00:28:28: Das ist unser Flagship-Store.

00:28:29: Also das Konzept, was wir dort gemacht haben, ist wirklich wunderschön.

00:28:33: Toll.

00:28:34: Jetzt brauchen wir gerade noch ein paar Kunden.

00:28:36: Es ist halt auch schwierig, einfach drei Jahre zuzuhaben und dann, ja, die Wanderung halt ab.

00:28:40: Wir wissen ja, wie es ist.

00:28:41: Wenn der Mensch ist ein Gewohnheitstier, dann wird es schwierig, den natürlich wieder zurückzuholen.

00:28:44: Und dann hast du auch eine neue Mannschaft.

00:28:46: Das dauert alles ein bisschen.

00:28:47: Aber mit unserem tollen Team, ja, und mit auch unseren Bereitsleitern, die wir haben, die ständig auch wieder auf der Fläche sind und dort helfen.

00:28:55: Und natürlich auch Sven ist ja viel vor Ort.

00:28:57: Und ich denke, da ist einfach das Geheimnis, ist manchmal auch einfach ein bisschen Ausdauer mitzubringen und wir wollen natürlich alle, dass die Märkte irgendwo natürlich für sich stehen und schwarze Zahlen machen.

00:29:10: Aber wir sind es jetzt auch, also wir haben auch erlebt, wie es auch manchmal andersrum ist und nicht immer geht.

00:29:15: Und die Zeit, wir sind ja sowieso sehr ungeduldig für zwei.

00:29:18: Ich glaube, ich noch ein bisschen mehr als ... Und das müssen wir jetzt einfach aussetzen.

00:29:23: Und wir haben natürlich einen starken Partner wie die EDK, die uns da auch hilft.

00:29:27: Wir haben jeden Markt bis jetzt hinbekommen.

00:29:28: Wir werden auch den hinbekommen.

00:29:30: Wir wollen, dass wir manchmal schneller bekommen, dass unsere Visionen, was wir haben, schneller umgesetzt werden.

00:29:35: Aber manchmal muss man es auch wirklich Zeit nehmen.

00:29:37: Das merken wir mittlerweile auch.

00:29:38: Ihr habt es eben schon mal angesprochen.

00:29:39: Gastronomie ist euch schon mal um die Ohren geflogen.

00:29:43: Ist Gastronomie wirklich nur Imagepflege oder auch ernst gemeinte Frequenzstrategie?

00:29:51: Das war schon hart.

00:29:53: Hast du genau das

00:29:54: passiert?

00:29:55: Ja, im Center war ja vorher waren andere Firmen drin.

00:29:59: Wir hatten ein Metzgerei Zeiss und noch ein Dönerladen und wir machen ja schon seit ein paar Jahren die Bäckereien ziemlich gut.

00:30:06: Sven hat es ja mit angefangen mit den Bäckereien und wir haben das ja super gut ausgebaut.

00:30:11: Die Bäckerbube sind hier auch sehr bekannt, du kriegst ein tolles Sortiment.

00:30:14: Wir haben eigene Konditorei heutzutage, die frisch Kuchen macht.

00:30:17: Also wir haben schon tolle Bäckereien jetzt.

00:30:20: Da haben wir gesagt, wenn wir die Bäckereien können, können wir doch auch die Gastronomie, oder?

00:30:23: Weil wir hatten auch schon einen kleinen Dönerladen in dem kleinen Speiramarkt.

00:30:28: Und dann haben wir vor zwei Jahren, zweieinhalb Jahren mit der Gastronomie angefangen, haben da unten alles rausgerissen, haben alles neu gemacht und schön gebaut, dann hat man eine schöne Gastronomie da.

00:30:36: Das war es dann aber auch.

00:30:37: Die war dann schön, aber ... Ja, das Problem war halt auch personell.

00:30:43: Wir haben halt auch komplett falsch gedacht.

00:30:45: Man muss halt einfach unterscheiden, es gibt Gastronomie und es gibt Systemgastronomie.

00:30:50: Und wir reden eigentlich im Supermarkt von der Systemgastronomie, weil es gibt zwar einzelne Kauflote, die auch mit Bedienung machen und so weiter, aber das kostet halt auch ziemlich viel Geld.

00:31:00: Und das Essen muss schnell und einfach gemacht werden, Bundesmuskutschmecken.

00:31:03: Und das war bei uns alles nicht der Fall.

00:31:05: Also hätte vor ... Über einem Jahr niemand empfehlen können, bei mir Essen zu gehen.

00:31:11: Nett, weil ich nicht sauber war oder so.

00:31:13: Also alles gut.

00:31:13: Wir haben alles QS-mäßig gemacht, nur es hat nicht geschmeckt.

00:31:16: Das Essen war jeden Tag, hat es anders geschmeckt.

00:31:19: Einmal hat man sogar Chilico gerade, das hat nach Fisch geschmeckt.

00:31:22: Und wir waren alle in hohem Gesessen.

00:31:25: Außer Sven, der hat es nicht geschmeckt, der fand's gut.

00:31:29: Und essen dieses Chili und denken, hey, was schmeckt doch dann?

00:31:31: Was hatten der da geschafft?

00:31:32: Und wir haben erst über vier Köche gebraucht, bis wir jemanden gefunden haben, der dieses System Gastronomie drauf hatte, der von einem Mitbewerber kam, die erfolgreich Gastronomie machen, ein ganz großer hier bei uns in der Region.

00:31:44: Und der hat uns erst mal gezeigt, was wir alles so falsch machen und er hat mit uns jetzt... Seit einem Jahr, über einem Jahr jetzt, die Gastro wirklich nach oben gezogen.

00:31:53: Also, dass wir jetzt auch wirklich wieder super Umsätze machen, wo wir sagen, damit können wir arbeiten.

00:31:58: Wir waren teilweise unter, unter fünftausend sind wir gerutscht.

00:32:01: Heute sind wir wieder bei dreizehn bis fünfzehntausend Euro die Woche.

00:32:05: Das Essen schmeckt super gut.

00:32:07: Die Konzepte sind super gut ausgearbeitet.

00:32:09: Die Kunden kommen jetzt gerne zu uns.

00:32:11: Wir haben noch gegenüber den Asiater.

00:32:13: Wir haben das immer gesehen.

00:32:14: Der Asiater hat uns immer viele Kunden weggenommen, weil sie dann bei uns nicht glücklich waren.

00:32:17: Und jetzt sind wir sogar teilweise entweder gleich oder mehr wie der Asiater, was die Tische angeht.

00:32:24: Und da hat der Chlor einfach einen super Team uns sich rum geschaffen und die haben da wirklich jetzt so was geschafft, wo ich sage, hey!

00:32:32: Da gehe ich jetzt wirklich gerne essen und ich kann es auch jedem mit gutem Gewissen empfehlen.

00:32:35: Jetzt macht es eigentlich wirklich richtig Spaß auch dazu essen und es bringt uns jetzt auch wirklich Frequenz.

00:32:40: Also wir haben jetzt dieses Jahr auch der Konzept da mit eingebaut.

00:32:43: Du sagst, komm, an Weihnachten und Silvester machen wir immer zu, weil da bringt das nix, der Kunde will da einkaufen, da will er nix essen, da ist da vielleicht noch was auf die Hand, aber fertig.

00:32:49: Wir machen mal die Weihnachtsgans und hab ich gesagt, okay, wir sind ja, Sven und ich sind ja so Menschen, wir machen alles mit und ich bin auch immer der Meinung, man kann nicht immer, nur weil eine Aktion einmal nicht funktioniert, die natürlich dann auch gleich einstampfen, weil du musst dir auch ein bisschen Geduld mitbringen, was das dann geht.

00:33:03: Du musst ja laufen.

00:33:04: Und jetzt haben wir gesagt, wir machen die Weihnachtsgans to go für Menschen, die alleine sind oder die wirklich nicht kochen möchten oder denen Weihnachten nicht wichtig sind.

00:33:12: Wir haben heute schon über fünfunddreißig Bestellungen.

00:33:14: Das hätte ich nicht gedacht.

00:33:15: Ich habe gedacht, hey, dreißig wäre super, jetzt sind wir bei fünfunddreißig und wir sind noch lange nicht fertig.

00:33:19: Vielleicht schaffen wir die fünfzig.

00:33:20: Das wollen wir dann nicht nächstes Jahr auf die Märkte ausweiten.

00:33:23: Und ich merke einfach, dass Deitz viel mehr von der Kunde kommt und die einfach viel mehr Spaß mit unserer Gastung haben.

00:33:29: Also

00:33:29: auch Geduld, die richtigen Leute und ihr probiert einfach auch viel aus.

00:33:34: Worauf achtet ihr dann so grundsätzlich bei neuen Leuten?

00:33:37: Wie entstellt ihr ein?

00:33:38: Ja, ich bin der Meinung, wir müssen zu uns passen.

00:33:40: Das ist immer ganz wichtig.

00:33:41: Die müssen zu Edeka Stiegler passen, die müssen Bock haben, ja, die so ein Teamplayer sein.

00:33:47: Ganz wichtig ist die Menschlichkeit und vor allem nicht immer nur das große Geldsehen, weil das kriegen sie halt bei uns einfach nicht.

00:33:53: Soll es nicht sein, erhören, dass wir uns damit aber das schlecht bezahlen.

00:33:55: Das machen wir nicht.

00:33:55: Wir bezahlen sie fair, wir bezahlen sie gut, wir bezahlen sie leistungsgerecht.

00:33:59: Aber mit unseren manchen Mitbewerbern, die da mit Stundenlöhnen um sich schmeißen, da können wir als... trotzdem noch als Familienunternehmen, als Verletzungsunternehmen, nicht mithalten ist einfach so.

00:34:10: Und deswegen ist es wichtig, dass sie diese Lust haben auf Ediger Stiegler, dass sie auch etwas bewegen wollen.

00:34:15: Ja, weil wir sind ja genauso, sind wir, wie unsere Chefs damals zu uns sind.

00:34:20: Wir tun unsere Mitarbeiter nicht irgendwie ausbremsen.

00:34:22: Wir wollen, dass sie Ideen mitbringen.

00:34:23: Wir wollen, dass sie den Markt mitarbeiten, dass sie im Unternehmen mitarbeiten, dass sie ein Teil davon sehen, dass es wächst und dass sie auch stolz darauf sein können, dass sie Aktionen machen oder neue Konzepte einbringen.

00:34:37: Wir sprechen das alles, mit dem wir versuchen, fast alles zu tun.

00:34:41: Ja, es muss natürlich auch immer noch am Ende zum Geschäft passen und die Möglichkeiten müssen passen und was auch natürlich die Kosten angehen, aber wir bremsen eigentlich niemanden.

00:34:49: Diese Mitarbeiter möchten wir, die einfachen Lust haben.

00:34:53: zu erreichen, die auch Lust haben, mit Menschen zu tun und zu haben.

00:34:57: Weil wir haben jeden Tag mehrere Tausende von Menschen in unserem Leben und dann ist es wichtig, dass du das gerne machst.

00:35:03: Was würdet ihr sagen, was gute Führung auf der Fläche ausmacht?

00:35:07: Auf jeden Fall mit Mitarbeitern gut umgehen, immer auf eine gute Ebene mit einem sprechen, auch Konflikte ansprechen, aber den Konflikt immer auch so besprechen, dass es nicht bei dem anderen böse ankommt, sondern man muss sich immer so Kritik, sage ich immer, wie kann mir jeder geben?

00:35:26: Er muss nur einen Grund dazu haben, wie kann ich mich an der Kritik verbessern?

00:35:29: Und dann funktioniert es auch gut und nicht auf einen einhauen.

00:35:33: Das sind wichtige Sachen, wo wir auf der Fläche unsere Marktleiter auch machen müssen.

00:35:38: Wir möchten nicht, dass geschrien wird und so Sachen.

00:35:40: Das funktioniert auch nicht, das wollen wir nicht.

00:35:42: So sind wir selbst nicht von der Art her, sondern ich bin immer auch schon einer gewesen, ich bin immer mit Problemen gleich zu meinem Marktleiter, ich breche alles offen an und so sollen sie auch mit den Meterbeinen offen umgehen.

00:35:51: dass es gar nicht diesen Konflikt gibt, dass sich's aufbaucht, sondern einfach gleich raus, sich hinsetzen und sagen, wir haben das Problem, wie können wir das lösen?

00:35:58: Und das ist das Beste uns einfachste.

00:36:01: Wir müssen einfach, sag ich immer, mehr drüber reden.

00:36:04: Redet über deine Gefühle, über deine Probleme, und dann können wir einen Weg finden.

00:36:07: Und wenn es nicht gibt, dann einen anderen Weg.

00:36:08: Aber wir müssen's wissen.

00:36:10: Und wenn wir nicht wissen, was drückt, dann können wir nicht reagieren.

00:36:13: Also viel Offenheit, und ich hab auch rausgehört, ihr übergebt auch Verantwortung.

00:36:18: Ja, müssen wir ja

00:36:19: bei der Größe.

00:36:20: Ganz wichtig

00:36:20: ist halt einfach auch, Ehrlichkeit ist ganz wichtig.

00:36:23: Und Menschlichkeit in dem Hinblick, das brauchst du halt einfach.

00:36:27: Dass wir nicht einmal in unseren jungen Jahren natürlich auch mal lauter geworden sind, das stimmt nicht, das haben wir auch gemacht.

00:36:32: Wir waren auch sehr aufbrausend manchmal, aber da darf man halt auch nicht vergessen, was von Druck auf uns herrscht.

00:36:38: Das wissen ja viele, nicht?

00:36:41: Viele denken immer, die Chefs müssen immer gut drauf sein, aber das ist halt, wir sind auch nur Menschen, das ist klar.

00:36:45: Und da ist es natürlich halt immer so einfach.

00:36:46: Ja, bei neuen Märkten.

00:36:47: Wir haben Verantwortung heute.

00:36:49: Wir haben angefangen, es werden dann angefangen mit...

00:36:51: Achtzehn.

00:36:52: Achtzehn Mitarbeiter.

00:36:52: Heute sind wir bei sechshundertfünfzig Mitarbeiter.

00:36:56: Und wir wollen ja auch immer mit allen... Ich sag immer, wir wollen mit allen in Rente gehen.

00:37:00: Wir wollen mit allen was Tolles erleben und was aufbauen.

00:37:04: Und wir wollen, dass sie bauen sind und mit uns zusammenarbeiten.

00:37:08: Schon familiär sein, ja, das ist ganz wichtig.

00:37:10: Deswegen machen wir auch ganz viele Dinge für die Mitarbeiter.

00:37:12: Wir rufen zum Beispiel immer noch jeden Mitarbeiter zum Geburtstag an und kradlieren.

00:37:15: Wir haben extra einen Kalender.

00:37:16: Wenn

00:37:16: ein Azubi oder auch ein anderer Mitarbeiter nach drei Monaten hinschmeißt, woran liegt es dann meistens?

00:37:21: Amazubi selbst.

00:37:24: Ich glaube nicht immer mal zu, als Azubi ist es schon mittlerweile was Schwieriges.

00:37:29: Die schmeißen halt schnell hin, die sind schnell gefrustert.

00:37:32: Manchmal geht ihnen vieles zu langsam, wo wir denen auch immer erklären müssen, hey, du durchläufst bei uns alle drei Monate eine neue Abteilung und du brauchst halt drei Jahre Zeit.

00:37:40: Das haben wir auch gehabt und man kann nicht eigentlich gleich in vier Wochen der Chef sein.

00:37:45: Ja, das ist dann schon schwierig heute in der heutigen Zeit.

00:37:47: Die wollen schnell, schnell, schnell steigen.

00:37:50: Man muss ja auch irgendwie das erst mal lernen und sich selbst bei einem kompensieren, dass du es auch verarbeiten kannst und wieder weitergeben kannst und dich entwickeln kannst.

00:37:58: Und entwickeln geht nicht in zwei Monaten.

00:38:01: Ja, und wenn man es auf dem Mitarbeiter ist, ist es manchmal auch, wenn ein Mitarbeiter dich schnell verlässt, dass die Einarbeitung zu schlecht ist.

00:38:09: Wir haben dich zu schlecht eingearbeitet.

00:38:11: Wenn ich am ersten Tag komme als neuer Mitarbeiter und bin schon gefrustet, weil ich nicht reingearbeitet bekomme und komme nach Hause und mein Mann fragt, wie war denn dein Arbeitstag?

00:38:19: Die erste Urde war nicht so super.

00:38:21: Ja, mega geil.

00:38:22: Also warum soll ich dann dann noch weiter in Arbeit?

00:38:24: und das frustet.

00:38:25: Das haben wir selbst schon erlebt.

00:38:27: öfters, wo wir dann sagen, in der großen Hektik, Personalmenge, guckt

00:38:30: was die

00:38:31: Leute an der Hand, führt ihr erst mal hin.

00:38:34: Ihr habt auch nicht am ersten Tag alles gekonnt.

00:38:36: Und heute wird immer vieles erwartet, auch von unserem Marktleiter.

00:38:38: Hey, die müssen das doch können.

00:38:40: Nein, warum muss er das können?

00:38:42: Der hat es vielleicht im anderen Betrieb ja gar nicht beigebracht gehabt, wie es uns auch mit dabei war.

00:38:46: Also da muss man auch mittlerweile viel Verständnis machen und auch sagen, hey, erst mal nochmal dran arbeiten, sprechen, um dann zu schauen, ob es die Lösung gibt.

00:38:55: Wenn es halt gar nicht geht, muss man halt gehen auf beiden Seiten.

00:38:57: Das ist klar.

00:38:58: Aber man gibt manchmal heutzutage, glaube ich, auch zu schnell auf bei jemanden.

00:39:02: Ja, ich geb dir da Teilrechtswennung, weil wir sehen ja nicht immer in der Meinung.

00:39:05: Aber die Jungen sind einfach, es ist so viel Gleichgültigkeit.

00:39:09: Die kommen ja schon teilweise zu spät, die können ihre Termine nicht einhalten.

00:39:12: Das gab es bei uns früher nicht.

00:39:14: Wir hatten einen ganz anderen Druck.

00:39:15: Die haben, die kennen ja den Druck schon gar nicht.

00:39:16: Die brechen ja schon an Gleien.

00:39:19: Ein bisschen Druck brechen die sich schon zusammen.

00:39:21: Und schon, was das angeht, sehe ich schon große, große Defizite bei uns in Deutschland.

00:39:25: Und das wird auch nicht einfacher.

00:39:26: Wir werden, das sage ich immer wieder, wir schmeißen oder wir entlassen nie.

00:39:30: Mitarbeiter, gute Mitarbeiter nie.

00:39:32: Warum?

00:39:32: Es gibt so wenig Mitarbeiter auf dem Markt.

00:39:33: Warum sollten wir Leute entlassen?

00:39:35: Ja, aber es ist... Also, wir haben viele Azubis, die sich das selbst ins Ausstellen, weil sie einfach, weil sie dann wieder merken, dass sie keinen Bock haben oder was weiß ich, ja.

00:39:44: Aber das Leben ist halt nun mal nicht immer leicht und man muss halt auch mal auf die Zähne beißen.

00:39:47: Und wenn du es schon in den ersten drei Monaten hinkrieg, dann habe ich entweder von Anfang an den falschen Stopp gewählt oder... Das wird halt schwierig, weil das Leben wartet nicht auf einen.

00:39:57: Das geht immer weiter.

00:39:57: Könnt

00:39:58: ihr die so ein bisschen erziehen?

00:39:59: Habt ihr den einen oder anderen, wo ihr merkt, das kippt dann doch, weil ihr vielleicht ein gutes Vorbild seid oder weil das Team die mitnimmt und die merken, wenn ich arbeite, das macht ja eigentlich Spaß und ich kann mich entwickeln.

00:40:12: Wir haben da auch schon viele Erfolgserläten.

00:40:13: Es gab wieder Zubis, das gibt's auch.

00:40:15: Ich hab jetzt auch gerade wieder ein Zubi gehabt, den wir vor zwei Jahren eingestellt haben und da hat er schon den Marktleiter gesagt.

00:40:20: Der wird aus dem Wirt nichts.

00:40:21: Der hat sich in drei Jahren so super entwickelt.

00:40:24: Man muss mal überlegen, die kommen ja mit fünfzehn Jahren zu uns.

00:40:27: Mit achtzehn ist man eine ganz andere Person.

00:40:29: Ich will nicht behaupten, dass mein Bruder nicht mit sechs Sehnen so fit gewesen sind.

00:40:32: Also unser Chef hat uns auch mal so nachgespiegelt, dass wir auch voll die Karoten waren.

00:40:36: Ich will jetzt einen netten Schutz nehmen, wie sie mein Bruder da schon

00:40:39: rauskommt.

00:40:41: Das ist halt eine andere Zeit.

00:40:45: Drei mal durch die Verkäuferprüfung gefallen, weil sein Kaufmann ihn nicht unterstützt hat und hat ihn so hängen lassen, hat ihn auch gar nicht zur Berufsschule gehen lassen, dann haben wir den übernommen.

00:40:55: Auf jeden Fall hatte dann die Prüfung mit eins, null, bestanden und heute ist er markiert bei uns.

00:41:01: Wir haben ihn nicht aufgegeben.

00:41:02: Es ist ein super Chip.

00:41:04: Also es kommt auch drauf an, wie man die an die Hand nimmt, manchmal.

00:41:07: Man kann auch als Chef fast sagen und dann liegt es nicht an der Zubeh.

00:41:10: Ja, das stimmt schon, was du denn sagtest.

00:41:12: Es kommt natürlich immer darauf an.

00:41:15: Wer ist denn ein Ausbilder?

00:41:16: Also wir bilden ja nicht jetzt die, die um Azubis aus, machen wir ja nicht mehr, es machen ja die Marktleiter oder die Abteilungsleiter, die ja für sie zuständig sind.

00:41:23: Wir haben ja auch den Herr Bellan, der sich um die Azubis energeschümmert und der natürlich auch da viel spiegelt.

00:41:30: Wir machen ganz viele Gespräche mit den Azubis, immer Quartalgespräche, spiegeln sie ganz viel, versuchen sie zu motivieren, helfen ihn auch und wir freuen uns immer, wenn natürlich da, wenn die Azubis Bounce bleiben, weil das sind ja eigentlich die besten Mitarbeiter, die Weil wir haben sie drei ja ausgebildet, die kennen unser System, dann brauchen wir uns niemand von außerhalb holen.

00:41:49: Aber es wird halt immer schwieriger.

00:41:51: Zum

00:41:51: Schluss so Hand aufs Herz, wovor habt ihr gerade so richtig Respekt?

00:41:54: Also bei mir ist es so ein bisschen, was bringt uns auch die Zukunft mit KI?

00:41:58: Das ist bei mir auch so.

00:41:59: und natürlich das Thema Personal.

00:42:02: Also immer wieder durch die KI, wo man vieles hört und vieles sieht, wie sie schnell sich entwickelt und wie schnell sie manche Menschen... überflüssig macht macht wird es schon ein bisschen angst wer am ende noch arbeiten soll.

00:42:15: natürlich sagt immer jeder ja es muss ja immer noch jemand da sein ja aber ob dann auch in supermarkt mit hundertzwanzig leuten hast oder nur noch mit zehn und der resten roboter ist halt schon unterschied.

00:42:24: und

00:42:26: könnte euch das vorstellen supermarkt ohne menschen ohne mitarbeiter

00:42:31: gibt es ja mittlerweile schon oder vieren zwanzig hundendig mit nur ist mit kassen haben wir ja schon.

00:42:35: also wir sind ja schon

00:42:36: in der anfang

00:42:38: für euch dass ihr sowas leitet weil

00:42:41: Ja, wir sind ja weder eine andere Generation, die Leute, die mit den der vier und zwanz Stunden Supermarkt in den Großstädten aufwachsen oder Amazon, in den Großstädten, für die ist es ja normal.

00:42:50: Aber für uns ist es natürlich nicht normal, aber wir werden es... Wir beschäftigen

00:42:53: uns mit den Konzepten schon, das ist es, weil es was allentieres gibt.

00:42:56: Und wir sagen ja nicht so, im Moment ist es ja auch in Deutschland.

00:43:00: Es ist auch kein Mitarbeiter da, der kommt.

00:43:02: Also es werden ja gerade mehr Arbeitskräfte bei uns.

00:43:05: Und dann müssen wir uns Alternativen überlegen.

00:43:07: Wie können wir das kompensieren?

00:43:08: Wir wollen es vielleicht nicht.

00:43:09: Wir müssen es.

00:43:09: Wir werden gezwungen von dem, weil keine Arbeitskraft da ist.

00:43:13: Gutes Beispiel gerade.

00:43:14: SCO Kasse neu installiert in dem Markt.

00:43:16: Stand ich an der Kasse und gesagt, gehen Sie doch darüber.

00:43:18: Gehen Sie an die SCO Kasse, die Dame hilft Ihnen.

00:43:19: Nein, Sie wollen doch nur Mitarbeiter sparen.

00:43:21: Dann habe ich gesagt, ich will keine Mitarbeiter sparen.

00:43:23: Ich spiele Ihnen jetzt hier sofort ein Kassenjob bei mir an.

00:43:26: Da können Sie anfangen und können Sie an die Kasse setzen und können dann kassieren.

00:43:30: Ja, nee, das will ich aber auch nicht.

00:43:32: Und dann zwingt uns das halt irgendwann hin, Alternativen zu suchen.

00:43:35: Und meine Kinder oder mein Bruder seine Kinder werden halt irgendwann auch wieder ganz anders da kommen und mit neuen Dingen kommen, wo wir dann sagen, mach das, wir sind da raus.

00:43:42: Ja, es ist ja immer ein Wandel da.

00:43:44: Aber es ist halt manchmal, das geht halt gerade auch ziemlich schnell mit diesem KI-Thema.

00:43:48: und was ist dann immer noch echt?

00:43:49: und was ist nicht echt?

00:43:50: Das frage ich mich immer.

00:43:51: Was kriegen unsere Kinder noch beigebracht?

00:43:53: Was ist auf dem Bildschirm echt und was ist nicht echt?

00:43:54: Wir entscheiden noch was echt und unrecht ist.

00:43:57: Aber bei unseren Kindern wird es schon schwierig, dass sie den Unterschied rauskriegen.

00:43:59: Wir überlegen noch.

00:44:01: Ja, und das ist halt so ein bisschen was uns treibt dann, aber es wird weitergehen.

00:44:06: Die Welt dreht sich weiter.

00:44:08: Ja, aber ich schließe mich da eurer Angst an, also was da noch so auf uns zukommt und die Menschlichkeit dann vielleicht doch flöten geht.

00:44:16: Ich will es nicht hoffen und ich denke, ihr lebt die Menschlichkeit in euren Märkten ganz hervorragend und ich hoffe, ihr bleibt damit sehr erfolgreich.

00:44:26: Auch mehr Supermarktmacher gibt es wie immer jeden Monat, überall wo es Podcast gibt und am besten jetzt folgen und keine Folge mehr verpassen.

00:44:34: Das war heute super.

00:44:35: Markmacher mit Benjamin und Sven Stiegler.

00:44:38: Ich freue mich sehr, dass ihr mitgemacht habt.

00:44:40: Ich freue mich schon auf euer nächsten Kuh und bin gespannt, was ihr uns so liefert.

00:44:46: Vielen, vielen Dank.

00:44:47: Tschüss.

00:44:49: Ciao.

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