Rewe-Kaufmann Davide Spiga: Mit Streetfood gegen McDonald’s
Shownotes
Rewe-Kaufmann Davide Spiga bringt italienisches Streetfood in den Supermarkt und ist damit teils günstiger als McDonald’s – Spizzicando heißt das Konzept, 100 Stores in 36 Monaten sind das Ziel. Davides Weg dahin führt von 77 gescannten Artikeln pro Minute an der Norma-Kasse bis zum Wechsel von Tegut zu Rewe, mit der kompletten Belegschaft. Warum seine Kunden beim frittierten Reisball erst mal falsch rechnen, hörst du ab Minute 28.
Davide Spiga führt als Rewe-Kaufmann sieben Märkte im Rhein-Main-Gebiet, dazu die Unique Group in Mainz mit fünf Gesellschaften. Heute arbeitet er 14 bis 16 Stunden am Tag, und wenn er zwei Monate für ein TV-Projekt weg ist, merkt das in seinen Märkten manchmal keiner. Dahinter steckt eine ausgeklügelte Organisation – wie die aussieht und warum er deshalb morgen jederzeit sofort zehn Märkte übernehmen könnte, erklärt Davide in der Folge. Und er rechnet vor, was ein Spizzicando-Store kostet und warum sich sein 24-Stunden-Markt in Offenbach auch nachts um 3 Uhr lohnt.
* Und außerdem*
- Davide verrät, wie er mit italienischen Backwaren doppelt kassiert.
- Davide verrät, welches Projekt ihn richtig Geld gekostet hat.
- Davide verrät, warum seine riskanteste Entscheidung auch hätte schiefgehen können.
Welche Macherinnen und Macher sollen wir ins Studio holen? Schreibt es uns an podcast@lzdirekt.de
Transkript anzeigen
00:00:00: Wenn ich das nur mache, weil ich viel Geld verdienen möchte, würde ich was anderes tun.
00:00:04: Willkommen bei Supermarktmacher.
00:00:06: der Podcast von LZ-Direkt.
00:00:08: Wir sprechen mit den Köpfen am POS Was sie bewegt, was sie antreibt und wie Sie ticken Mit Svenja Alberti.
00:00:16: Mein heutiger Gast ist umtriebig seine Karriere vielseitig und durchaus ungewöhnlich.
00:00:22: Er startet beim Fernsehen, später steigt er in den LEH ein und hat inzwischen auch eine eigene System-Gastronomie gestartet.
00:00:31: Davide Spieger ist Unternehmer, Gründer der UNIC Group aus Mainz und Rewe Kaufmann im Rhein-Main-Gebiet.
00:00:37: Hat mit Spizzicando italienisches Streetfood direkt auf die Supermarktfläche gebracht und hat eine klare Meinung dazu wofür Kaufleute gerade die Gastroschance liegt und wo sie teuer wird.
00:00:52: Ja, wieder schön dass du da bist.
00:00:55: Vielen Dank für die Einladung.
00:00:56: nach mehr als ein Jahr hat es geklappt und ich bin froh hier zu sein.
00:01:01: Freut mich sehr!
00:01:03: Du hast mal erzählt das du eigentlich nur einen Supermarkt als Absicherung haben wolltest.
00:01:08: Wann ist dir denn klar geworden?
00:01:10: Das wird hier deutlich größer.
00:01:14: Also ich wollte ursprünglich ja nicht einmal Unternehmer werden.
00:01:17: Ich habe mit meinem Fernsehen wohlgefühlt und hab da alle Projekte sehr gerne umgesetzt Und ich kam an einem Punkt, als ich dann meine erste Selbstständigkeit mit dem Fernsehsender gestartet habe.
00:01:31: Die ja nicht erfolgreich lief.
00:01:34: Ich aber gemerkt habe dass mir Unternehmertum liegt und dass ich das gut umsetzen konnte und war in einem Punkt in dem ich im Fernsehen nicht mehr alle Projekte machen wollte Und mir das auch zu ermöglichen, dass ich nicht überall immer Ja sagen muss.
00:01:53: Habe gesagt okay wir brauchen für die Familie auch eine Absicherung.
00:01:55: und als ich mit diverser Konzepte angeschaut habe stand dann der LEH auf Platz eins weil ich damals während meiner Ausbildung meinen ZDF dann das Counter Norma gearbeitet habe und deshalb den LEH aus der Fläche kannte.
00:02:09: und so ist es gestartet.
00:02:11: ursprünglich wollte ich nur einen Markt betreiben Und es hat sich dann aber auch so ergeben, weil wir dann immer mehr Verantwortung bei Tegut übernommen haben und es aus Spaß gemacht hat.
00:02:21: Und daraus wurden dann mehr Filialen.
00:02:25: Also du kannst gar nicht sagen dass es einen ganz bestimmten Moment gab an dem du gesagt hast, so jetzt backe ich auch noch?
00:02:32: Das war ein bisschen der Umbruch von Teguth zur Rewe als wir dann realisiert haben das es bei Teeguth auch nicht weiter geht also in der Expansion weil es klare Regeln gab Und wir aber auch sehr viele Märkte betreut haben und dadurch gemerkt habe ich, ob wir irgendwann mal auf sechzehn Filialen gleichzeitig auch betreute.
00:02:52: Und hab dann gesehen okay es geht man kriegt das hin!
00:02:57: Wir haben eben diesen Wechsel durchgeführt weil wir wachsen wollten ja vielleicht auch schon im Jahr zwei tausend achtzehnt neunzehn.
00:03:06: Ja kommen wir später nochmal zu der Switch von Tegu zur Rewe.
00:03:11: Du hast also am Anfang auch gleichzeitig Fernsehen gemacht und im Supermarkt gearbeitet.
00:03:16: Du warst sogar mal der schnellste Kassierer in Bezirk, was ist denn die Geschichte dahinter?
00:03:22: Das mit dem schnellsten Kassieren beziehungsweise ich habe noch so eine Urkunde, die hab' ich noch irgendwo.
00:03:27: Ist bestimmt schön!
00:03:30: Ja, die war schön.
00:03:31: Es hat aber vor allem Spaß gemacht da überhaupt teilzunehmen weil man hat... Also das kommt aus der Zeit beim Norma.
00:03:40: Ich habe damals meinen Ausbild immer im ZDF gemacht.
00:03:42: Ich bin sehr früh von zuhause ausgezogen, da war ich mich einmal achtzehn und musste mich ja auch selbst finanzieren.
00:03:50: Und hat einen Aussichtsvertrag bei Norma aber bis zu dreißig Stunden diese Woche dort gearbeitet.
00:03:55: Und ihnen gab es ein Wettbewerb und wir haben uns in der Filiale immer gebettelt.
00:03:59: Wer kassiert schneller?
00:04:00: Ich hatte irgendwie eine Scannerleistung von siebenundseitzig Artikel die Minute Und das wurde irgendwann ausgewerkt und eben ausgezeichnet.
00:04:10: Aber dadurch, dass du dich ja an solche Kennzahlen gemessen hast hat die Arbeit auch viel mehr Spaß gemacht!
00:04:16: Du hast relativ jung einen eigenen Fernsehsender gegründet und mit Leuten wie dem einstigen RTL-Boss Helmut Thomas zu tun gehabt?
00:04:24: Was hast du aus dieser Medienwelt mitgenommen was dir heute so als Unternehmer hilft?
00:04:30: Ziel ist es hilft mir auch... sehr heute immer noch im Fernsehen aktiv zu sein.
00:04:37: Ganz bestimmte ausgewählte Projekte, die ich dort durchführe in Deutschland oder auch im Ausland und von Helmut Thomas habe ich gelernt mutig zu sein nicht so viel draufzuhören was die anderen sagen.
00:04:52: da kann ich eine kleine Anekdote.
00:04:54: also erstmal Ich war ja bei der ZDF bin dann zur RTL gewechselt Und dann gab es diese große Chance, bei diesen neuen Fernsehsender von Helmut Thomas mitzuwirken.
00:05:06: Das heißt ich habe auch viel weniger verdient als vorher.
00:05:08: Ich hab zielener gearbeitet als vorher weil ich dort wirklich von sieben Uhr morgens bis dreieinzehrendes Uhr abends da im Sender war.
00:05:16: Ich sollte ursprünglich die Redaktion likenen und aus irgendeiner Sitzung heraus hatte gesagt, weil wir auch Moderatoren besucht haben.
00:05:24: Weil du kannst soviel reden wie ein Wasserfall Wir machen morgen Moderationscasting.
00:05:29: So, dann habe ich die Sendung täglich moderiert zwei Stunden live am Tag und nach den ersten Sendungen gab es ja viel, viel Presse und viel Aufmerksamkeit.
00:05:39: Und die Presse war nicht lieb zu uns.
00:05:42: Wir haben sehr viele negative Kritik erhalten.
00:05:46: Und der hat dann uns damals erklärt dass genau schlechte Presse oder schlechte Wärme viel größere Aufmerksamkeit auf sich zieht als gute Presse, die dann gleich wieder vergessen wird.
00:05:59: Und wir haben das auch immer wieder!
00:06:00: Wenn wir neue Projekte haben und ganz neue Ideen, dann werden wir oft in der Branche schlecht geredet.
00:06:07: Aber genau dann merke ich okay, dann kann es auswerden.
00:06:12: Wenn ein Projekt zu Beginn nicht verstanden wird, wird's meistens vielleicht an den Kunden verstanden.
00:06:18: Das ist im Fernsehen ja das Gleiche.
00:06:19: Wir haben einen Fernsehenzuschauer, hier haben wir Kunden aber wir verstehen oft nicht dass das absolut so rehen unsere Zuschauer oder unsere Kunden sind.
00:06:30: Wir diskutieren oft in Sitzungen, auch hier intern bei der UNIQ nicht so viel diese Sachen.
00:06:35: So haben wir versucht uns lieber halbfertig zu starten dann korrigieren oder irgendwie einstampfen als sich ein Jahr eine danken darüber zu machen wie... Im Jahr zwei
00:06:45: tausendsechzehn bist du als Kaufmann in den Lebensmittelhandel eingestiegen hast eine Tegutfiliale in Frankfurt übernommen.
00:06:51: einen Jahr später dann folgte schon der zweite Standort.
00:06:54: Dann hast du auch neue Öffnungen begleitet, merkten mit Herausforderung geholfen.
00:06:59: Wie genau sah das denn aus?
00:07:02: Genau ich habe den ersten Markt übernommen und das war die Bleistraße.
00:07:07: Mein Konkurrenzmarkt war die Frankfurter Mai-Zeit.
00:07:11: Ich bin immer wieder mal rübergegangen und hab mir geschaut was sie da machen.
00:07:15: natürlich kannst du mit drei Hundert Quadratmetern nicht mit tausend Siebenhundert konkurrieren.
00:07:20: Und damals wollte ich auch bei Tegut immer wieder das Thema Salatbar und Convenience reinbringen.
00:07:26: Dafür gab es die Konzepte leider nicht, deshalb hatten wir das nie im Sortiment und ganz schnell hatte sich aber ergeben, dass wir einen guten Job gemacht haben, was wir dann auch gefragt wurden sind ob wir in einer zweiten Filiale unterstützen.
00:07:39: Da ist dieser Beraterbereich entstanden weil der eigentlich so mit der einzigen Kaufmann war, der das auch gemacht hat.
00:07:47: In diesem anderen Standort waren wir aber so lange in der Betreuung, dass sich dann irgendwann ergeben hat okay das ich den Markt übernehme.
00:07:54: Und damals gab es aber bei Tegut diese karte Grenze mehr als... Sie ist einfach mehr als zwei Märkte kann ein Kaufmann nicht machen funktioniert nicht und wir wurden aber gut ausgelastet weil wir dann andere Märkte betreute haben.
00:08:08: das heißt vor allem wenn Kaufleute oder Marktinhaber damals dort gehen mussten aus bestimmte Gründe Dann mussten diese Filiale nachbesetzt werden.
00:08:17: Und dann habe ich oft die Leitung unterrehmensmäßig übernommen, bin dann auch mit meinem Team zum Großteils rein und hab die Betriebsübergänge gemacht.
00:08:26: Das war aber halt nichts was uns als Unternehmer vorhin gebracht hat.
00:08:31: Also im Jahr zwei Tausend neunzehn bist du dann weiter zu Rewe hast aber parallel drei Jahre lang noch den Tegutmarkt geführt?
00:08:37: Wie geht denn das?
00:08:39: Ja, das war auch eine Ausnahmesituation also... Wir haben irgendwann, in den letzten Jahren für uns festgestellt – das war wahrscheinlich auch der Punkt an dem wir gesagt haben.
00:08:52: Okay, wir können das!
00:08:54: Ja, wir trauen uns das zu und ich habe meine Strukturen auch hier in der Verwaltung im Mainz umgestellt.
00:09:01: aber Tegut konnte uns diese Perspektive nicht bieten.
00:09:05: Und deshalb sind wir in Gesprächen Sowohl auch damals mit Edeka als auch mit Rewe.
00:09:11: haben wir uns dann für Rewe entschieden, weil die Aufgebung im Rhein-Main-Gebiet auch die Standorte hatten gemacht.
00:09:18: Ich habe den ersten Markt dann abgegeben am einunddreißten Ersten in den Jahr zwei Tausend zwanzig.
00:09:24: Wir haben auch auf unsere Geschichte sehr viel Glück gehabt!
00:09:27: Wir haben dann die erste Rewe neuer Öffnung gemacht und dann kam Tegut auf mich zu und hat mich gebeten ob ich den Markt weiterhin überbrücken kann.
00:09:38: Und ja, ich habe das mit Rewe abgesprochen und es wurde von Rewe geduldet.
00:09:44: Als sie dann die Expansion bei Rewe immer weiter vorangebracht haben, haben wir dann mit Tegelgesbauen gesagt okay, was sollten wir denn den Markt abgeben?
00:09:52: Wir haben den einen Tag vor der Maizeilen abgegeben.
00:09:56: Welche unternehmerische Entscheidungen hast du trotz aller Warnung getroffen, die sich später als echter Wachstumschub erwiesen hat?
00:10:05: Ziele!
00:10:06: Sehr viele... Die Größe ist die, die wir einfach erwähnt haben.
00:10:10: Als wir diesen Wechsel gemacht haben von Tegu zu Rewe... Das ist nicht eine Kleinigkeit!
00:10:15: Ich habe alle meine Mitarbeiter mitgenommen und ich hab immer einen Spruch im Kopf der sagt man weiß was man hat, man weiß nicht was man bekommt.
00:10:29: Das war eine riesen Chance.
00:10:30: jetzt rückwirkend, rickblickend war es auch die richtige Entscheidung.
00:10:35: Es hätte aber auch schießt gehen können.
00:10:37: Wir hatten eine Basis, uns ging es bei Tegut gut.
00:10:40: Ich war da auch in diversen Klinien drin und die Zusammenarbeit war gut.
00:10:44: Die Leute waren nett.
00:10:46: also Teguth ist auch in meinem Herzen.
00:10:50: aber solche unternehmerische strategische Entscheidungen kannst du nicht darauf basieren dass sie leute net sind und dass du dich da wohl fühlst sondern eben du musst aus deiner Komfortzone raus.
00:10:59: das heißt das war wahrscheinlich auf die größte Entscheidung weil alle späteren Entscheidungen war ein Risikohaft, weil wir einfach viel Geld eingesetzt haben und hätten auch viel Geld verlieren können.
00:11:09: Wir haben auch viel in manchen Projekten verloren aber die waren nicht so existenziell mit dieser Wechsel von Tegu zu
00:11:15: Rewe.".
00:11:16: Und du das jetzt so sagst?
00:11:18: Wo hast Du dein Geld
00:11:18: verloren?!
00:11:22: Wir haben damals auch wie einen eigenen Lieferservice eröffnet bevor es die ganzen Systeme auf Seiten Rewe gab Und wir hätten da viel längeren Atem haben müssen, damit das auch funktioniert.
00:11:38: Da muss ich aber die Bremse vorherziehen, weil wir einfach die finanziellen Mittel nicht hatten, da einen längeren atmen zu haben.
00:11:45: Da habe ich ja auch draus gelernt, Projekte so einzuschätzen dass wir auch eine längere Zeit damit auskommen, dass sie wirtschaftlich erstmal nicht funktionieren.
00:11:55: Dein Markt in Offenbach hat inzwischen rund um die Uhr geöffnet, ist ja auch wieder so ein Ding.
00:12:00: Mache ich jetzt einfach mal?
00:12:01: Ich glaube da gab es auch einige nicht-so-gute Schlagzeilen.
00:12:05: Was hatte dich beim Einkaufen mitten in der Nacht am meisten überrascht?
00:12:10: Also ... In diesem Fall hat mich nichts überrasacht weil ich dieses Projekt schon einmal gemacht habe!
00:12:20: Das haben nicht alle so auf dem Schirm.
00:12:22: Aber ich habe damals bei Tegut stark dafür gekämpft, dass wir genau in der Bleistraße rund um die Uhr öffnen können und das war eine der Maßnahmen auch ein bisschen gegen die Maizeiten, um da ein bisschen Kunden abzunehmen, die dann nach Null Uhr wenn die Maizeit schließt, auch bei uns hätten einkaufen können.
00:12:43: Es lief dort auch sehr gut nur die Tegutsysteme konnten das nicht umsetzen.
00:12:50: Das heißt, da waren die Systeme leider nicht auf diese rundum die Ruheöffnung ausgelegt,
00:12:55: d.h.,
00:12:57: damals dieses Kassenstervice musste unsere Umsätze täglich manuell nachbunden und der hat dieser Bereich dann gesagt gut sechs Wochen wenn ihr es jetzt als Aktion macht während der DN können wir das machen Aber das könnten wir nicht das ganze Jahr machen.
00:13:11: Das heißt, wir hatten schon die Erfahrung dass es gut läuft und dass es auch angenommen wird.
00:13:17: Und als ich dann die Möglichkeit hatte wie da ein Standort hatte, wie jetzt auch offenbarer Marktplatz wo wir es umsetzen können, habe ich das dann auch sofort gemacht.
00:13:26: Wer kauft denn bei dir um drei Uhr nachts ein?
00:13:30: Ganz unterschiedliche Gruppen.
00:13:31: was sich sagen kann ist, dass eben die Leute die erwartet werden Das heißt, Leute die viel Alkohol kaufen oder besoffene oder ähnliches das sind nicht die Kunden bekommen.
00:13:44: Es kommen Kunden die ja nachts nicht schlafen und die Zeit mit Nutzen wollen einkaufen zu gehen.
00:13:52: wenn jemand etwas vergessen hat.
00:13:54: Schichtarbeiter nutzen diesen Service und kommen uns dann im Markt besuchen.
00:14:00: Und jetzt mal Rechnerisch gedacht, lohnt sich so eine Nacht oder ist das auch ganz viel Marketing?
00:14:07: Man braucht definitiv ne Anlaufphase.
00:14:10: Ja also wenn das jetzt alle anbieten würden dann würde es wahrscheinlich nicht rechnen.
00:14:15: Bei uns rechnet sich das weil wir halt auch in einer guten Lage sind dass organisatorisch so effektiv einstellen, dass es funktioniert und wie auch viele Tätigkeiten in diese Nachtstunden reinpacken sodass wir da nicht unbedingt einen höheren Personalbedarf haben.
00:14:34: Supermärkte, Großhandel, Backwarn IT Gastronomie.
00:14:39: Warum machst du so vieles selbst statt dich einfach auf den Handel zu konzentrieren?
00:14:47: Das ist eine Frage die man vielleicht anderen Leuten stellen sollte weil wir haben Lust sie zu machen und wir haben auch die Kapazitäten.
00:14:59: Wir haben ein Team das herausragende Leistung bringt Und wir hatten immer wieder Phasen, die hier einfach nicht ausgelastet waren.
00:15:07: Und somit haben wir dann irgendwelche Ideen aus der Schublade genommen und haben sie umgesetzt.
00:15:12: Jetzt war die Frage warum haben wir uns nicht auf den Handel konzentriert?
00:15:16: Das zieht sich ja darum, warum haben ich nicht einfach weitere Märkte eröffnet?
00:15:20: Ja, anstatt andere Geschäftsbereiche zu starten... Die Macht habe ich ja nicht zu entscheiden wann wir Standorte oder ob wir überhaupt Standorte bekommen.
00:15:31: die diesen Einfluss haben und diese Entscheidungen treffen.
00:15:35: Das, was uns angeboten wurde, haben wir valuiert und haben dann entschieden ob wir den Standort machen oder nicht.
00:15:42: Wenn es nach mir gehen würde hätten wir in den letzten Jahren viel mehr Standort übernommen.
00:15:47: Und jetzt warum IT?
00:15:48: Warum musste das unbedingt sein?
00:15:51: Hast du denn irgendwie einen Mitarbeiter der sich da besonders gut auskennt?
00:15:54: und er hatte lange Weile?
00:15:55: oder wie muss man sich das vorstellen?
00:15:57: Also IT habe ich erstmal selbst programmiert.
00:16:02: Ich habe als Jugendlicher schon ein bisschen programmiert, aber da ging es um Webseiten oder Ähnliches.
00:16:07: Das ist eigentlich aus dem Bedarf entstanden dadurch dass wir immer mehr Geschäftsweige kamen.
00:16:11: jetzt kam auch die Spezikandung mit der International und so weiter Und wir waren schon immer sehr modern und sehr digital.
00:16:19: Wir haben viele Software Anwendungen eingekauft.
00:16:23: Wir haben Lizenzen gebucht und einmal wird das auch sehr teuer.
00:16:28: Wir geben sehr viel Geld für IT auf Und zweitwunsch sind diese Anwendungen ja nicht für uns gemacht.
00:16:34: Das heißt, wir müssen immer über Brücken versuchen das irgendwie einzustellen.
00:16:38: ein Beispiel heute Einstellungen die Märkte füllen Kandidatbestandblatt elektronisch digital landet hier bei der Verwaltung in Mainz und die mussten bisher diesen Kandidaten in einem System Eintragen im anderen System eintragen und für fünf andere Systeme freischalten wie zum Beispiel unsere Mitarbeiter Und da sind auch viele Flüchtigkeitsfehler entstanden und der Prozess war einfach lang.
00:17:04: So, deshalb haben wir jetzt heute ein Personalsystem entwickelt, das völlig automatisiert arbeitet.
00:17:10: Das heißt dieser Kandidatenstammblatt, der in der Filiale vom Marktleiter ausgefüllt wird, landet direkt in die Genehmigung, dass wir auch einen Genehmigungsverfahren haben für den Tricks Manager genehmigt.
00:17:18: diese Einstellung kann dann noch sehen ob sie von unseren Sachen abweicht also sehr viel KI integriert und wenn das einmal genehmlich wird, dann wird automatisch Personalakte angelegt.
00:17:27: Der Mitarbeiter ist automatisch nur dieser App drin.
00:17:30: Die Dienstplanung läuft automatisiert, das heißt wir brauchen jetzt eine Minute einen Dienstplan zu erstellen wenn die Leute richtig eingestellt sind.
00:17:37: also bei uns läuft heute alles digital, alles unter Unique.
00:17:41: Unique Finance läuft unsere Finanzbruchhaltung und diese Systeme arbeiten ja miteinander.
00:17:51: Wann wurde denn so aus mehreren Märkten eine richtige Organisation?
00:17:58: Schon immer fast, also bei dir immer.
00:18:02: das ist mein Kredo.
00:18:03: Ich lebe im rückwärtigen Bereich bei mir in einer größeren Organisation als die, die ich heute benötige.
00:18:12: Weil ich dann auch wenn ein Rebot da ist auf schneller wachsen kann.
00:18:16: Das heißt wir hatten schon sehr viel Verwaltung als die Verwaltungen nicht mal groß beschäftigt war.
00:18:23: Wir hatten schon Außendienstler als noch nicht diese Notwendigkeit da war.
00:18:27: Jetzt sind die Leute mehr als ausgelastet, weil wir jemanden haben im Vertrieb, jemandem als Fachberatung BAKOV und Gastro und die haben auch vieles zu tun.
00:18:38: Die leben immer in der größeren Organisation.
00:18:40: Deshalb könnte ich prinzipiell morgen zehn Märkte übernehmen, weil sie einfach leicht bei uns integrierbar sind.
00:18:46: nach deiner anderes Beispiel Wir haben Unique Places.
00:18:50: das sind unsere Stammdaten.
00:18:52: Da lege ich einen neuen Markt an Dann entsteht automatisch eine Koffenstelle.
00:18:56: Da sind auch alle Verträge hinterlegt, Mietverträge damit wir auch erinnert werden dass wir eine Option ziehen müssen oder ähnliches.
00:19:02: und diese Stammdaten gehen dann in allen anderen Systemen.
00:19:05: Und das alles könnt ich jetzt machen mit zwei Klicks!
00:19:08: Also es hört sich für mich irgendwie nach der ehr legenden Wollmigsau an was du hier so erzählst, was du alles hast und machst... wann kriegst du das eigentlich alles?
00:19:19: In deinen Arbeitseiltag?
00:19:20: oder wann schläfst du?
00:19:24: Nachts, wie alle anderen.
00:19:27: Meine Tage sind sehr lange.
00:19:29: Ich spüre die Sachen gerne und das ist das.
00:19:30: also ich spüre diese Anstrengung nicht.
00:19:34: Ich arbeite sehr viel sonst hier.
00:19:36: zu den nächsten Stunden am Tag ja aber auch diese Stunden sind ihr auch begrenzt so und deshalb brauchen wir dieses Systeme.
00:19:44: Deshalb muss sich ja Verantwortung abgeben.
00:19:47: Ich sage immer wieder meine Kurs der Ans war immer was ist wenn mir morgen etwas passiert?
00:19:53: Jetzt fühle ich ja sieben Märkte.
00:19:54: Wir haben fünf Gesellschaften, jetzt ist Bezikandeln auch dabei und so weiter.
00:19:59: Was passiert denn wenn mir morgen etwas zustößt?
00:20:04: Darauf sind wir vorbereitet.
00:20:06: Erstens liegt die Verantwortung nicht nur bei mir.
00:20:09: Ich sage immer wieder, ich bin ja mehr ein Projektmanager weil ich ja Projekte intern führe aber nicht direkt das Tagesgeschäft Und es ist alles wirklich so sortiert ganz lange Zeit ohne mich überprückbar wäre.
00:20:26: So ist es auch wenn ich TV-Projekte mache, manchmal das merkt gar keiner, denn ich mal zwei Monate ein TV Projekt machen.
00:20:34: Erstens weil ich ja nebenbei trotzdem Sachen beantworte und jeden Tag meine Mailsabarbeit oder Telefonate führe aber auch, weil das ganze Teilsgeschäft abgesichert ist sowie auch bei anderen Geschäften.
00:20:45: Ich frage mich meine Gegenfrage stellen.
00:20:48: Das Thema immer sehr beschäftigt.
00:20:50: Ist ein Geschäftsführer?
00:20:52: der irgendwie fünfhundert Märkte als angestellter Geschäftsführer führt.
00:20:56: Da fragt sich auch keiner, wie er es schafft, fünfhundert Märkte zu führen?
00:21:00: So da einem kauf man, fragt man sich das dann aber immer wieder ja und das geht weil man einfach eine Organisation dahinter hat.
00:21:08: Ja jetzt hast du ja gerade die Systeme schon angesprochen.
00:21:12: Du kannst ja auch nicht immer selbst in jedem Markt stehen bei sieben Märkten.
00:21:16: Wie stellst du denn sicher dass die Märkte auch ohne dich funktionieren?
00:21:20: Also wir haben überall Marktleiter, bei uns NMs, Niederlassungsmanager.
00:21:26: Wir haben einen Außendienst, zwei Leute.
00:21:29: also meine Frau ist ja sehr aktiv im Geschäft.
00:21:31: sie ist bei uns die Vertriebsmanagerin und betreut sozusagen die Marktleitern.
00:21:37: Wir sind mittlerweile eine Fachberaterin für das Thema Backen & Gastro.
00:21:42: Vor allem unterstützt allgemein den Vertrieb und die Verwaltung, die auch die Fristen einhält.
00:21:48: Und den Leute hinterherrennt, wenn Sachen nicht abgegeben werden.
00:21:51: Deshalb bin ich aus dem Bereich komplett raus.
00:21:53: Aber das ist ja gewachsen!
00:21:55: Wenn wir jetzt sehen im allerersten Markt beim Tegut dann stand ich in Markt.
00:21:59: Also war fast ein Jahr im Markt, habe es geführt... Ich fahre schon mit einem Inalator im Markt weil wir so dünn besetzt waren und ich nicht ausfallen konnte, aber prank war.
00:22:12: Und hab dann in meinen Pausen im Anführungszeichen inhaliert.
00:22:17: Kochstahlslösung
00:22:18: usw.,
00:22:20: um dann besser durch den Tag zu kommen.
00:22:23: Und irgendwann habe ich die Marktleiter betreut als ich mehrere Märkte hatte und Marktleite hatte.
00:22:28: So wie eine Art Bezirksleiter und war auch sehr oft vor Ort und habe diese Aufgabe dann irgendwann meine Frau übergeben.
00:22:37: Und hab trotzdem irgendwo mit die Marktleiter betreut, jetzt betreue ich mein Außendienst!
00:22:42: Ich habe auch immer weniger mit den Marktleitern direkt zu tun.
00:22:48: Das was wichtig ist, du kannst jede Führungskraft kann immer nur eine ganz begrenzte Anzahl an Mitarbeiter betreu'n.
00:22:57: Deshalb die Leute, die mir direkt unterstellt sind, die ich betreuere, sind eigentlich ganz wenige.
00:23:03: Die lässt eigene Backwaren in Italien produzieren.
00:23:07: warum dieser Aufwand?
00:23:08: was kannst du damit besser machen als mit Produkten vom klassischen Großhändler.
00:23:15: Das ist auch ein gutes Beispiel dafür wie bei uns Unternehmen entstehen.
00:23:18: oft entstehen Unternehmen oder Spaten, wir jetzt auch IT aktuell verkaufen ja unsere Software nicht woanders und unsere Backwagen haben wir auch erst mal nur erschaffen weil wir sie selbst anbieten wollten.
00:23:30: diese back waren die wir machen das sind italienische Backfahren Die gibt es ja hier nicht.
00:23:34: Keiner verkauft die, also im Großhandel und deshalb haben wir dann überlegt okay dann produzieren wir sie selbst.
00:23:41: das heißt wir haben auch Produktionen in den Teilen an denen wir beteiligt sind um einfach auch die Hoheit zu haben mitzuentscheiden.
00:23:49: ich wollte aber absichtlich weil ich nicht vor Ort bin eben keine eigene Produktion eröffnen.
00:23:55: ist besser wenn man da halt mit anderen Unternehmen arbeiten aber trotzdem eine Beteiligung hält.
00:24:01: Manche Produktion da geben wir nur den Auftrag, das mit unserer Rezeptur produziert werden soll.
00:24:07: Mit unserer Marke.
00:24:08: und das haben wir erst mal für den Eigenbedarf gemacht.
00:24:11: Und man muss auch ehrlich dazu sagen Wir kassieren halt auch doppelt.
00:24:15: also wir haben einmal die Großhandelsspanne, die im Großhandel bei uns liegt ist eine eigene Gesellschaft und im LEH haben wir dann die Handelsspannen und wir haben diese Produkte aus Supermarkt Sicht aber auch aufgebaut dass der Supermarkt auch genug Spanner hat.
00:24:29: Meine Märkte haben auch keinen Vorteil davon, dass die Ware von uns kommt.
00:24:35: Aber
00:24:36: es rechnet sich aber schon in der Marge?
00:24:39: Klar!
00:24:41: Die Produkte haben eine Top-Marge im LEH... Und haben dann eine Standard Großhandelsmarge im Großhandel.
00:24:49: Als wir das eingeführt haben, dann kamen andere auch Kaufleute oder auch andere Firmen die sich dafür interessiert haben.
00:24:55: und genau so ist es entstanden dass es ein echter Großhandelt wurde und wir da von Jahr zu Jahr die Umsätze steigern.
00:25:02: und nach diesem Prinzip habe ich dann auf den Spizykando Großhandl auch aufgebaut der nichts mit dem deutschen Großhandeln zu tun hat.
00:25:10: Kommen wir jetzt mal zu den schnellen fünf.
00:25:13: Stell dir fünf kurze Fragen, am besten spontan und ohne lange Erklärungen kannst du gerne antworten.
00:25:23: Schwierig für mich!
00:25:26: Das ist einfach raus... Die Cancel auf die du jeden Morgen schaust?
00:25:32: Umsatz in Bezug auf andere Canzalen wie zum Beispiel auch Stundenleistung.
00:25:39: Welches Produkt läuft bei dir gut?
00:25:43: Unsere Bake Off Unsere Big of Abteilung läuft in allen Märkten erstaunlich gut, weil wir aber auch viel machen.
00:25:50: Welchen Satz kannst du im Meetings nicht mehr hören?
00:25:56: Wir müssen das aufschieben!
00:25:58: Wir müssen nochmal fünf Meetings machen...
00:26:01: Was ist schlimmer, leere Regale oder leere Bewerberlisten?
00:26:06: Ich würde sagen leere regale, weil ohne die Regale haben wir auch das Geld, nicht die Mitarbeiter zu bezahlen.
00:26:15: Auf
00:26:19: Ordnung und Mitarbeit.
00:26:21: Ich hab manchmal in Märkten auf, dass ich neidisch werde.
00:26:25: Wenn ich gute Mitarbeiter sehe!
00:26:28: Okay...wirbst du die dann direkt ab?
00:26:33: Nein das mach' ich nicht.
00:26:34: aber es gibt schon auch manchmal an Bedientheken oder ähnlich finde ich auch bei Wettbewerber.
00:26:38: also jetzt nicht innerhalb der Rehbe auch mal woanders bin und denk mir ach so geht halt auch bei mir gerne im Team.
00:26:47: Schauen wir uns dein jüngstes Geschäftsmodell genauer an.
00:26:50: Du hättest einfach weitere Supermärkte eröffnen können, warum hast du stattdessen entschieden mit Spezikando eine eigene italienische Systemgastronomie aufzubauen?
00:27:02: Das was mich bei Spezicando geistert hat – ich hatte die Idee schon lange – war es eben etwas auf dem weißen Blatt zu schreiben.
00:27:11: Alle Herausforderungen, alle Nachteile, die es mit sich bringt weil alle Aufgaben liegen bei uns in der Zentrale Auch das Thema Logistik, was ich hasse.
00:27:21: Also das macht mir überhaupt keinen Spaß.
00:27:23: Wir haben schon mal gesagt der Vertrieb muss ja alles machen.
00:27:25: Das stimmt auch.
00:27:27: da landen alle Fäden dann auf einmal hin.
00:27:31: aber Logistiks ist keine einfache Sache und das ist halt spannend weil es liegt bei uns.
00:27:38: Aber hier können wir die Geschwindigkeit selbst legen Hier kann sich irgendwelche Standorte und wir kriegen mittlerweile für die Standorte angeboten Und dann können wir einfach entscheiden dazu expandieren.
00:27:49: Ein Kunde steht vor einem frittierten Reisball für vier Euro, neun, sechzig.
00:27:53: Der kennt das Produkt nicht und fragt sich warum soll ich das kaufen?
00:27:56: Was sagst
00:27:57: du ihm?
00:27:58: Weil es lecker ist.
00:28:00: Punkt Nummer eins also auch da wir haben die Idee dahinter war oder die Frage dahinter wahr?
00:28:10: italienische Küche mag jeder würde ich jetzt mal behaupten oder mögen die meisten aber es haben ja nur Pizza und Pasta hierher geschafft.
00:28:19: Warum?
00:28:20: Ich finde italienisches Street-Food viel leckerer als Tista und Pasta.
00:28:25: Ich liebe Panzerotti, ich liebe Aranginis die wir dann selbst umbenannt haben Und ich wollte diese Produkte hier herbringen.
00:28:33: das war Punkt Nummer eins.
00:28:35: Das was die Kunden jetzt noch erkennen müssen ist es auch wirklich eine Mahlzeit ist.
00:28:39: Also wir haben schon Kunden die gesehen auch den Preis gesehen haben zehn oder neinzehnte da muss ja acht Stück davon essen.
00:28:45: Es sind aber zweihundertzwanzig Gramm Reis mit Sauce, das ist ja wie eine Portion Risotto oder mehr.
00:28:52: Die meisten essen nicht mal zweiundundzwanzig Gramm Risotto.
00:28:55: Das heißt im Umkehrschluss sind unsere Produkte sehr, sehr günstig.
00:29:00: wenn du ein Menü kaufst in Spitzaran Schiff vierneinundsechzig plus sechs Euro neunzig Menü upgrade mit Pommes und Getränken wie ein Nektmenü dann bist du grad nur bei elf Euro Neunundvierzig.
00:29:14: Und in der Preisgestaltung da habe ich damals mir sehr viele Gedanken gemacht, weil ich da diesen Supermarkt Kopf hatte.
00:29:22: Alles muss günstig sein der Kunde hat kein Geld und so weiter Und ich bin viel unterwegs Ich esse sehr viel draußen.
00:29:29: ein Luxus den man hat wenn man es hier arbeitet ist dass man nicht so auf die Preise achten muss Wenn man unterwegs ist.
00:29:35: deshalb hat sich die preise nicht auf dem schirm.
00:29:37: erst als ich die kalkulation fürs bezirkando gemacht habe dann ist mir aufgefallen das alles echt mega teuer wurde in der gastronomie und McDonalds ist ja Aldi unter den Gastronomen.
00:29:50: Das ist wirklich mega günstig!
00:29:52: Wir haben aber eine handwerkliche Küche, also super Qualität und sind zum Teil günstiger als McDonalds.
00:29:59: Das müssen die Kunden natürlich erst mal zusammenstellen.
00:30:03: Was kostet es denn einen Spizikando-Standort zu eröffnen?
00:30:07: Und wann kann der schwarz zahlen schreiben?
00:30:11: Also je nach Standort.
00:30:12: wir haben heute schon... einige Bewerber, durch auch Presse und so weiter für ein Franchise.
00:30:19: Wir haben uns dafür entschieden.
00:30:20: also für Deutschland ist er Paolo Penella der das Ganze führt.
00:30:24: ich bin ja mehr in der internationalen Struktur können mich um die ganzen anderen Bereichen erführt die Expansion hierdurch und wir haben entschlossen erstmal sechs Stores, also fünf bis sechs Stors in eigen Regie zu machen um eben alle Kinderkrankheiten rauszuhaben und eben auch diese Fragen besser beantworten zu können.
00:30:44: Und aber im Prinzip jetzt, um einfach mal Zahlen zu nennen.
00:30:47: Je nach Store hat man schon eine Investition zwischen hundertfünfzig und dreihunderttausend Euro.
00:30:52: Du hast auch ein ambitioniertes Wachstumsziel formuliert.
00:30:56: Hundert Stores in sechsunddreißig Monaten.
00:30:59: Wo steht ihr jetzt heute?
00:31:01: Was muss passieren damit aus einem guten Pilotprojekt auch ne funktionierende Kette wird?
00:31:07: Also wir stehen heute bei zwei Märkte.
00:31:11: Wir haben die Innenstadt eröffnet, das mit den Store-in-Store Konzepten wie jetzt im Rebemarkt ist eigentlich zufällig entstanden und damit testen wir eine zweite Vertriebschiene.
00:31:23: Das sind für uns zwei verschiedene Vertriebschienen.
00:31:27: Du
00:31:27: sprichst von dem Rebemarkt am Zollhafen von Semi Akale?
00:31:31: Genau, genau!
00:31:32: Das ist eigentlich zufällig Untermieter gesucht hat und dabei war einige Konzepte zu evaluieren.
00:31:40: Und dann haben wir gesagt auch mit dem Paulo, ja sie wärst mit Spicicando und so sind wir dann ins Gespräch gekommen und daraus wurde dann in Spicacando.
00:31:51: Wir haben einige Angebote.
00:31:53: Wir sind auch schon in Vertragsverhandlungen in diversen Städten Und die laufen an, das dauert dann doch ein bisschen länger als man gedacht hat mit den Verhandlungen.
00:32:02: Da gibt es halt um viele Sachen.
00:32:03: nur also diese Mietverträge aus.
00:32:04: wie sehen Sie vielleicht auch Baukostenzuschüsse?
00:32:07: Wir werden auch in Zukunft auch diese Franchisenehmer betreuen.
00:32:10: wir unterstützen bei der Standort-Aquise, bei den Mietverhandlungen, bei der Einrichtung.
00:32:14: Wir haben schon Partnerunternehmen, die das machen und die Franchisnehmer in Zukunft müssen sich auch nichts kümmern.
00:32:20: Wir machen jetzt für die Glaubenbuchhaltung, wir machen die Finanzbuchhaltungen.
00:32:24: Also sie müssten eigentlich nur den Standort betreiben.
00:32:29: Und zur Frage zurückzukommen, ja wir evaluieren gerade neue Standorte und nutzen die Zeit halt eben die Kinderkrankheiten rauszunehmen.
00:32:35: Das war aber schon immer im Plan auch bei dieser Zeit.
00:32:38: ich genannt habe so richtig im nächsten Jahr dann durchzulegen nach den ersten Monaten.
00:32:44: Viele Kaufleute fragen sich ja wie viel Gastronomie sie sich im Supermarkt leisten sollten.
00:32:50: was ist deine wichtigste Erkenntnis?
00:32:52: Wann lohnt sich Gastro auf der Fläche und wann wird sie zum teuren Fehler?
00:32:58: Zum teuren Fehler wird es, wenn man sich nicht drum kümmert.
00:33:01: Wenn man kein Konzept hat und auch dran bleibt und auch versteht dass das eine wichtige Säule ist.
00:33:07: also unter Gastro zähle ich auf Bake Off.
00:33:10: Also Gastro muss ja nicht unbedingt sein, dass man jetzt noch heiße Teko oder sowas hat sondern das zähl ich auch schon zum Bereich.
00:33:18: Ich kann ein Beispiel bringen von meinem Markt in der Maizahl wo ich dann auch mein Fokus auf das Thema Gastro und Bake Off gelegt habe.
00:33:28: Ich hatte ja schon die richtige Einstellung, ich musste sie auch übertragen.
00:33:32: Die Leute waren dort getrimmt, Displays von rechts nach links zu schieben und irgendwelche Getränke sind wichtig, dass sie aufgefüllt sind aber diese Displays da aufgestellt werden.
00:33:42: Da habe ich gesagt wir müssen erstmal verstehen mit was wir überhaupt Geld verdienen!
00:33:47: mit was wir Wertschöpfung betreiben.
00:33:49: Das heißt für mich ist es jetzt wichtiger, das die Anweisung wenn was in der Bake-Ost leer ist lieber etwas nachzupacken oder die Hotbar aufzuräumen anstatt jetzt ein Display aus zu packen.
00:33:58: Ja das müssen wir auch machen aber halt danach erstmal die Gastro.
00:34:01: deshalb also es ist mega wichtig weil wir da die Marktspanne erhöhen können wenn wir auch die richtigen Produkte haben.
00:34:08: zum Beispiel wenn man jetzt die Lasbiga Produkte drin hat kann man auch nichts verkehrt machen.
00:34:11: und Und dann muss man natürlich auch gucken, dass man so gut strukturiert ist das ja was man die Kennzahlen im Blick hat.
00:34:20: Ansonsten kann es halt ein riesen Verlustbringer sein.
00:34:26: Okay du hast eben schon mal gesagt Tegut ist dir wirklich ans Herz gewachsen.
00:34:32: Du bist dem Unternehmen und vor allem auch den Menschen sehr verbunden.
00:34:36: mit welchen Gefühlen beobachtest du denn die aktuellen Entwicklungen?
00:34:42: Ja also ich bin Tegut sehr verbunden, so wie ich jetzt heute auch Rewe und Naghoff sehr verbunden bin.
00:34:50: Auch wenn ich immer meine Entscheidungen sehr rational treffe vor allem durch Strategischen.
00:34:56: Und ich finde es natürlich schade dass die Marke Teguth verschwindet weil ich das Tegulkonzept immer gut fand diese Idee in Hebrigen Supermarkt zu haben zwischen Vollsortiment und Bio.
00:35:13: Das heißt, ein Mittelding zwischen klassischen Vollsorteimente und Allnatura war ideal.
00:35:20: Die Preistruktur war natürlich sehr hoch, weil es sehr wenige Filialen gab.
00:35:23: Und da hätte ich die Strategie vielleicht in eine andere Richtung genommen.
00:35:28: Ich hatte damals zum Beispiel in der Bewegung gezogen auch direkt schon mit einer Genossenschaft zusammenzuarbeiten.
00:35:34: Es gibt ja andere andere Ketten, die trotzdem irgendwie von Rewe oder Edeka beliefert werden und somit auch die besseren Einkaufskonditionen haben.
00:35:44: Und hätte vieles einfach schon vorher abgestoßen?
00:35:47: Ich habe viele Kontakte zu ehemaligen Kollegen oder mittlerweile Freunde und ich denke dass sie alle in guten Händen kommen werden sowohl Edeka als auch die Rewe und auch die anderen Gesellschaften, die auch paar Märkte übernehmen werden.
00:36:05: Die haben erst mal Erfahrung mit solchen Integrationen.
00:36:08: Wir machen das nicht zum ersten Mal, Stichpunkt Stichwort Tengelmann und ich denke dass sie damit viel Einfühlsvermögen reingehen.
00:36:16: Ich denke dass die Integrations-Teams, die die Gesellschaft gemacht haben auch Leute mit Charisma und mit einfühlen Vermögen eingesetzt haben, damit diese Übergänge so gut wie möglich sind.
00:36:26: aber ich finde es ja gut, dass die Arbeitsplätze damit gesichert sind.
00:36:31: In der Branche kursieren Gerüchte über dich, also über Gespräche mit Edeka im Zusammenhang mit einer künftigen Integration von Tegut.
00:36:38: Was ist dran?
00:36:41: Ja!
00:36:41: Also zu dieser Frage mich verwundert immer eins muss ich sagen Ich komme ja aus dem Fernsehen und bin da auch tätig Und ich habe manchmal das Geziel dass in Lebensmittel Einzelhandel noch viel mehr Gerichte um Gossip rumgeht als im Fernsehen selbst und ich versuche mich Gerüchten eigentlich immer fern zu halten.
00:37:04: Oftmals Stimmendinge nicht, oftmals ist es versprüht darüber zu sprechen.
00:37:08: Es sind immer ganz verschiedene Gründe und ich versuche mich da wirklich auf
00:37:12: Fakten
00:37:13: zu basieren.
00:37:14: Und Fakt heute ist dass über unsere Märkte ein rotes Schild hängt.
00:37:21: Gut sehr schön gesagt!
00:37:23: Stell dir vor du begegnest deinem jüngeren Ich der gerade einen Supermarkt eröffnen
00:37:28: will.
00:37:29: was
00:37:29: rätst Du ihm jetzt mit deiner Erfahrung heute?
00:37:36: Ich würde gut überlegen, ob ich überhaupt raten will in diese Branche einzusteigen.
00:37:40: Weil es nicht so einfach ist... Wenn du das leidenschaftlich machst und ich mache das leitenschaftlich, würd' ich's wieder machen?
00:37:47: Wenn ich das nur mache weil ich sie Geld verdienen möchte, würde ich was anderes tun.
00:37:52: Es gibt viele andere Branchen die deutlich einfacher sind wo du noch viel mehr erreichen kannst und viel mehr Geld verdienen kann.
00:38:04: Ansonsten denke ich nicht, dass wir große Fehler gemacht haben vor die ich warnen sollte.
00:38:12: Ich würde sagen bei dem Vertrauen in deinem Bauchgefühl weil der mir auch oft geholfen hat um so entspannt zu bleiben wie immer.
00:38:24: Ja ich glaube das bist du wirklich sonst wärst du nicht da wo du heute bist.
00:38:29: Vielen, vielen Dank David.
00:38:30: Das war ein tolles Gespräch!
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