Management im Handel: Was wirklich zum Erfolg führt (Edeka Grubendorfer)
Shownotes
Stefan Grubendorfer hat fast drei Jahrzehnte bei Rewe verbracht. Dann kam der Tag, an dem es nicht mehr reichte. Mehr Freiheit, mehr Perspektive – aber auch: alles auf Anfang. Heute führt der Kaufmann zwei Edeka-Standorte in Dortmund und Herdecke, 200 Mitarbeiter, 11 Azubis. Er hat einen ehemaligen Real-Markt in eine Streetart-Galerie verwandelt und Deutschlands erste Respektbeauftragte eingestellt.
Was er über Führung erzählt, überrascht: Warum er bei der Personalauswahl lieber auf den Charakter schaut als auf den Lebenslauf. Wie er Azubis in Führungspositionen bringt, statt alles selbst zu entscheiden. Und warum er manche Leute trotzdem ziehen lässt. Dazu: sein Traum vom Supermarkt als Kulturort, ein gescheiterter Dönerverkauf und die Frage, wie viel Entertainer sich ein Kaufmann leisten kann.
Welche Macherinnen und Macher sollen wir ins Studio holen? Schreibt es uns an podcast@lzdirekt.de
Transkript anzeigen
00:00:00: im Ruhrgebiets sagst du, wenn ich mir nicht vorstellen kann mit den Bierchern zu trinken dann lassen wir's doch.
00:00:04: Manchmal ist es schade, wenn du Leute mit einem unfassbaren Kenntnisstand und unglaublich viel Erfahrung hast aber es muss einfach miteinander und untereinander funktionieren sonst kannst du auch nicht wachsen.
00:00:16: Willkommen bei Supermarktmacher.
00:00:17: der Podcast von LZ-Direkt.
00:00:20: Wir sprechen mit den Köpfen am POS was sie bewegt, was sie antreibt Und wie Sie ticken Mit Svenja Alberti
00:00:28: Heute unter dem Motto einfach Dortmund.
00:00:31: Zu Gast Stefan Grubendorfer, Händler aus Leidenschaft in Herdicke und Dortmund, Gitarist- und Geschichtenerzähler.
00:00:39: Er war das Gesicht der Rewe Dortmund.
00:00:40: ein Eigengewächs durch und durch – dann im Jahr zwei Tausend Neunzehn der Wechsel zur Edeka.
00:00:46: Heute führt Stefan Grubendorfer in Dortmund Abla Beck einen Marktkauf, der eher nach Street Art Galerie und Kohlezächer aussieht als nach klassischem Großeinkauf.
00:00:55: Und da ist auch noch das E-Center in Herdicke.
00:00:58: Herzlich willkommen, Stefan Grubendorfer!
00:01:01: Hallo, schön dass ich hier sein darf.
00:01:03: Man, du bist Kaufmann in vierter Generation und auch Entertainer mit Ruhrpotscharm.
00:01:08: Aber lass uns ganz kurz nochmal über deinen Wechsel sprechen weil das interessiert ja dann doch einige die zuhören.
00:01:13: Warum hast Du die Farbe von Rot zu Blaugelb gewechselt?
00:01:17: Also zu ihr nächstes Mal war ich achtundzwanzig Jahre bei der Rewe also vor meinem siebzehn Lebensjahr an bis zu meinem fünffierzigsten Lebensjahr, dass ich das Gesicht war.
00:01:28: Das möchte ich bezweifeln.
00:01:30: Aber ich war achtzehn Jahre lang Geschäftsführender Gesellschaft der Stefan-Guben-Dorfer ORG und hat mir viel Leidenschaft einen neunhundertvier Quadratmeter großen Laden betrieben.
00:01:40: Und wir waren immer laut!
00:01:41: Wir waren immer viel unterwegs.
00:01:42: Wir haben immer gesehen, dass wir viele Aufmerksamkeit auf uns ziehen.
00:01:45: Und es hat mir auch einfach viel Freude gemacht.
00:01:47: Ich bin in so einem kleinen Laden mit sechsundzwanzig Jahren an den Start gegangen.
00:01:53: zum Kaufmangeboren.
00:01:55: Warum bist du denn dann nach diesen positiven Erfahrungen, hört sich ja alles jetzt erstmal richtig gut an?
00:02:00: Warum hast Du den Wechsel gemacht?
00:02:04: Ja ich wollte mehr Freiheit haben und ich brauchte Perspektive.
00:02:09: Es ist einfach nach einer langen Zeit so dass Du dann vielleicht doch sagst wie sieht's dem anders aus?
00:02:16: Ist das Gras der Grüner?
00:02:17: Ist es Gras da höher?
00:02:18: Und ich habe mit meiner Frau gemeinsam beschlossen dass es das Richtige für uns ist und wir sind den Schritt gegangen.
00:02:27: Es ist aber nicht leicht, einfach dann alles abzulegen und eine neue Ausrichtung zu haben.
00:02:34: Wir haben mal beim Nachhinein gesagt, dass es richtig
00:02:36: war.".
00:02:37: Das hat der Wechsel denn so mit dir gemacht?
00:02:40: Ja also am Ende bin ich vom Kaufmann zum Unternehmer geworden.
00:02:46: Das kann ich jetzt nach fast sieben Jahren sagen.
00:02:50: Es hat mich reifen lassen Aber ich habe auch, nachdem ich das abgeschlossen hab eine ganze Weile reflektiert und musste mir natürlich auch eingestehen dass manche Dinge nicht gut gelaufen sind.
00:03:01: Und da musst du dann auch ehrlich zu dir selber sein und sagen es gibt Dinge die sollten oder dürfen in der Form nicht passieren.
00:03:08: Ich bin sehr klar und sehr aufgeräumt an dieses neue Projekt, an die neue Zielsetzung gegangen.
00:03:15: Man hat mir vertraut, man hat an mich geglaubt Man hat mir Chancen gegeben und ich hatte dann die Chance einfach was Neues aufzubauen.
00:03:23: Und ich fand das unfassbar aufgeengt, und das habe ich alles nicht alleine gemacht.
00:03:29: Es sind auf einmal Leute in mein Leben gekommen gesagt hey da machen wir mit.
00:03:33: Das gestalten wir mit und das hab' ich angenommen.
00:03:37: Ich hab's nie als eine Einmann-Show gesehen und hab gesagt okay... ...ich sehe die Leute, ich nehm die mit Und ich habe unglaublich viel zurückbekommen.
00:03:48: Was sich dann alles so ergeben hat und wie sich vielleicht auch meine Haltung zum Handel geändert hat, das wirst du bestimmt heute noch aus mehr heraus bekommen.
00:03:56: Du sagst vom Kaufmann zum Unternehmer was ist der Unterschied?
00:03:59: Hast du jetzt mehr Freiheiten?
00:04:00: musst du einfach hört es ja auch nach mehr Arbeit an?
00:04:03: Nach vielfältigerer Arbeit?
00:04:04: was genau ist der unterschied?
00:04:07: Ja also Es ist schon so dass ich manchmal mit dem ganzen sackvoll Ideen nach Mörrsv.
00:04:15: und am Anfang war es dann so, naja komm ne, wenn wir in den zwanzig Prozent überbleiben ist doch gut.
00:04:20: Und heute sitzt du da und sie sagen ja wie machen das so?
00:04:23: Das ist ihr Wohnzimmer.
00:04:25: Ich los!
00:04:27: Wenn Sie die Entscheidung treffen und die Entscheidung dann auch verantworten, dann gehen wir das mit.
00:04:33: und auch an Freiheit muss man sich gewöhnen.
00:04:37: Auch damit muss man lernen umzugehen.
00:04:43: habe ich das noch nie gehabt und genieße es.
00:04:46: Ja klar, aber Freiheit heißt auch Verantwortung.
00:04:49: Das hört sich so an als wenn du gut damit klarkommst?
00:04:53: Ja, das bin ich.
00:04:55: Ich sage ja auch mal muss mich auch aushalten.
00:04:59: Wenn ich nicht die richtige Antwort bekomme dann probiere ich's halt einfach nochmal.
00:05:06: Ich glaube dass ich manchmal mit einem enge Energie an die Sachen gehe.
00:05:13: Ja, das Bild ist irgendwie klar.
00:05:17: Manchmal scheint es dem ein oder anderen wie dass ich einen Luftschloss brauche.
00:05:20: aber im Ende ist mein Ziel und mein Bild von dem was ich schaffen möchte sehr klar und sehr deutlich.
00:05:26: und ich sage heute auch sehr klar uns er deutlich Das was wir hier in den knapp sieben Jahren geschaffen haben das gebe ich ja nicht
00:05:32: mehr.
00:05:33: Ein klares Ziel heißt ja oft dass man es erreichen kann.
00:05:37: Wir gehen noch mal in deine Kindheit.
00:05:39: Du hast deine Hausaufgaben im Kassenbüro gemacht, würdest du jetzt sagen das war eine super Vorbereitung auf die Selbstständigkeit?
00:05:44: Hast du da schon mit Zahlen irgendwie ständig was gehört?
00:05:48: Hat es da schon Bock drauf?
00:05:51: Ja hatte ich.
00:05:53: Das Ganze ist aber fast ein bisschen anders gelaufen.
00:05:55: Ich bin jetzt in vierter Generation Kaufmann Aber eigentlich ist jede Generation auf Start gegangen und auch mein Vater Ist sich mit seinem Schiegervater nicht einig geworden hat sein eigenes Ding gemacht und hat dann letztendlich mit fünf, dreißig Jahren seinen ersten Rewe-Markt eröffnet in Lühn.
00:06:13: Und diese besondere Zauber – das hat ja uns auch immer wieder gesagt – eigentlich, dass sie als erstes Arbeiterkind einen eigenen Markt bekommen hat von der Rewe Dortmund.
00:06:26: Und das war schon was Besonderes!
00:06:29: Am Ende hatte es uns auch Rohlstand gebracht.
00:06:32: Das muss man an die Stelle vielleicht auch mal sagen... Wir haben recht bescheiden gelebt in dieser Zeit.
00:06:39: Mein Vater hatte auch eine Vision und ein Ziel, dafür wurde alles getan.
00:06:43: Und am Ende war ich dann sieben Jahre alt, als der Markt eröffnet wurde, im Jahr one-ein-achtzig.
00:06:49: Das waren natürlich irgendwie ne Geschichte... Es hat mich dahingezogen.
00:06:53: Jetzt stellt man die Frage was zieht einen irgendwie als Siebjähriger in den Sonnenladen?
00:06:58: Am Ende war es übs, Huberbubber, Aholbraug und Jojo!
00:07:02: Und das war ja schon mal auch dann so für mich wohlstand.
00:07:07: Also da hat es einen Zugang zu Dingen, die nie hatte sie irgendwie.
00:07:11: Ja, dann warst du so da und hast das alles so mitbekommen wie sich die Leute engagieren?
00:07:19: Du hast das aufgesogen, dann kamen die Außendienstmitarbeiter, das waren früher noch richtige Herrschaften, die kamen dann von Basen... von Feodora und von Fanny Frisch mit ihren Kortanzügen, seinen Seiden-Einsteck-Tüßchen.
00:07:32: Und ich dachte immer, das ist die ganze Welt!
00:07:34: Das ist es.
00:07:35: Das ist genau das was du willst.
00:07:37: Du willst auch da mitmachen?
00:07:39: Dann durfte ich immer so dabei sein weil sich alles um diesen Laden drehte und die ganze Familie dort vor Ort war... Das war alles so wichtig als Sie mehr rieger.
00:07:50: Ich glaube das lief auch nachher darauf hinaus, dass ich dann als in der dritten Klasse meinen Schulrandsten gegen Akkenkoffer ausgetauscht habe.
00:07:57: Wie kam das denn bei den Mitschülern an?
00:08:00: Ah ja es war irgendwie... Ja ich war schon nie mal ein bisschen merkwürdig glaub' ich.
00:08:04: Aber
00:08:06: dann hast du eigentlich im Schlafenland gelebt.
00:08:08: damals also
00:08:09: der Land?
00:08:11: Das kann ich nicht sagen.
00:08:13: Es wurde schon darauf geachtet, dass sich da mit meinem Taschenhalt Geld auch haushalte was wird zugewiesen worden ist.
00:08:19: Und man hat aufeinander aufgepasst, aber es war zunächst erstmal so... Ich hab das irgendwie verstanden, dass da etwas geschaffen worden ist, was groß ist und was toll ist, also was begonnenes war.
00:08:30: Und nein, dass ich im Schlaraffenland gelebt habe, das kann nicht sagen.
00:08:34: am Ende habe ich Einkaufswagen geschoben, am Wochenende mit meinem Onkel Grillstand vor der Tür gehabt und es gab fünf Mark pro Stunde.
00:08:41: Das war echt viel Geld!
00:08:43: Dann hab' ich gesagt ja Einsatz- und Engagement lohnt sich dann auch.
00:08:47: Und wann war für dich so klar, es wird der Supermarkt und nicht die Musikbühne?
00:08:52: Ich bin in die Ausbildung gegangen.
00:08:54: Ich war dann noch ziemlich aktiver Musiker.
00:08:58: Zu der Musik ist das eigentlich gekommen weil ich mir mit zwölf Jahren in den Haft bleibe, dass beim Skateboard fahren das Bein gebrochen habe und dann brauchte ich eine Alternative.
00:09:06: Da bin ich zu Musik gekommen und wenn ich was mache, dann mach' ich's halt mit vollem Einsatz.
00:09:12: Dann bin ich mit siebzehn in die Ausbildung gegangen, war aber schon als Musiker sehr aktiv hatte schon drei Bands zu dem Zeitpunkt und natürlich auch ein wirtschaftliches Interesse verfolgt.
00:09:21: Mit meiner Musik... Und der Entschluss kam eigentlich.
00:09:24: also ich war regelmäßig bis Samstags morgens um vier auf der Bühne und um sechs habe ich die Obstabteilung eingeräumt und ich müsste mich dann einfach für eine Bühnen entscheiden.
00:09:35: Ja und ich hab' dann einfach gesagt okay dann ist das hier vielleicht deine Bühna der Supermarkt?
00:09:40: Die Obst-Abteilung.
00:09:42: Dann ist es nach einem Ausgleich geworden, aber ich hab's nie bereut.
00:09:47: Und aufs Herz fühlt sich eine fünftausend fünfhundert Quadratmeter große Ex-Realfläche an einen Montagmorgen um sieben Uhr wirklich nach Rock'n'Roll an oder eher nach harte Akkordarbeit?
00:09:59: Du hast ja gerade auch schon gesagt, früher hast du nach der Bühne direkte Akkorderbeit gemacht...
00:10:05: Es ist verdammt harte Arbeit!
00:10:07: Es ist vor allem ne Teamleistung und deshalb verneige ich mich zunächst immer vor dem Team für das, was wir da jede Woche zusammen dann letztendlich doch hocken.
00:10:19: Aber ich stelle mir auch die Frage, was denn schlechter an harte Arbeit?
00:10:22: Ich bin damit aufgewachsen wenn du etwas erreichen wolltest und da musst du immer ein bisschen mehr machen als die anderen.
00:10:28: Und das war immer eine Einstellung, die wir hatten in unserer Familie Wenn du was erreichen willst, musst du dafür arbeiten!
00:10:36: Es ist heute natürlich eine etwas andere Dimension.
00:10:40: Ich sage immer meine Eltern sind noch vom Beckenrand gesprungen und ich habe heute den Vorzug, dass sich von einem Meter Brett springen kann.
00:10:46: Und das macht mich natürlich erstmal riesig glücklich.
00:10:49: Aber du musst dich schon jeden Tag sortieren.
00:10:52: Du musst irgendwie auch gucken, dass du jeden Tag in deinem Kopf eine kleine Inventur machst die Dinge zuordnen zusammenhältst und die richtigen Mittel und die richtige Wege finden es die Leute immer wieder zu begeistern weil am Ende.
00:11:06: Es ist auch eine Frage der Stimmung, wenn du Erfolg haben willst.
00:11:09: Da muss ich schon sagen... Ich packe an und zeige das auch.
00:11:15: Aber alleine hätte ich keine Chance mehr beschäftigen.
00:11:18: Heute knapp zweieinhalb Mitarbeiter.
00:11:20: Und es geht noch zusammen!
00:11:24: Es ist harte Arbeit aber ich freue mich jeden Montag morgens drauf.
00:11:28: Du zitierst in einem Interview Bruce Springsteen, mit dem Motto es muss nicht perfekt sein.
00:11:32: Muss ich nur gut anfühlen?
00:11:34: Ist das auch im Teamgedanke so oder wie lebst du dieses
00:11:38: Motto?".
00:11:39: Ja um die Perfektion zu erreichen müssten wir wahrscheinlich das doppelte an Zeit aufbringen und ich ärger mich manchmal dass der Tag nur vierundzwanzig Stunden hat.
00:11:50: also Es muss sich vor allem gut anführen, es muss sich gut anfühlen in der Kommunikation mit den Mitarbeitern und mit den Kunden.
00:12:00: Aber du merkst es manchmal, das ist manchmal so ein Geist und spürt in unserem Markt wo ich menke Du kannst jetzt hier gerade atmen was hier passiert Und dann weiß ich dass wir auch zielstrebig und sinnvoll nach vorne kommen.
00:12:17: und es ist manchmal wirklich noch so ein Gefühl wo ich dann sage, es fühlt sich gut an und dann habe ich auch nicht den Bedarf an Stellschrauben zu drehen oder irgendetwas zu verändern.
00:12:28: Sondern dann weiß ich, nehm diesen Flow und mach einfach so weiter.
00:12:33: Bruce Bings den hat in einer sehr schwierigen Zeit für sich selber ein ganz beeindruckendes Album geschaffen und hat sich in dieser Zeit einfach nur auf seinen Gefühl verlassen.
00:12:44: und mich hat das unglaublich beeindruckt.
00:12:49: Er hat einfach geliefert und dann denke ich, ja klar.
00:12:52: Einfach Dortmund und einfach liefern.
00:12:56: Sehr schön!
00:12:56: Das lasse ich jetzt einfach mal so stehen... Was hast du denn von der Straßenmusik mitgenommen was dir heute im Markt hilft?
00:13:05: Ja also das Wichtigste ist natürlich dass du das richtige Programm an der richtigen Stelle ablieferst.
00:13:12: Es kommt aus Reportage an, es kommt aber auch aufs Umfeld an worauf du dein Reportage wieder anpassen musst und dann kriegst du ordentlich Geld in den Hut.
00:13:25: Einfach mal jegliche Hemmschwellen fallen lassen dem Zuhörer vielleicht auch mal ein Lachen entlocken und ja auf die Leute zugehen und machen und agieren Das ist nicht immer leicht, also unser Pflaster war meistens Münster und dann warst du entweder am Prinzipalmarkt.
00:13:45: Und hast dann da Simon Kaffank oder Cat Stevens gespielt... ...und hast dann auch ganz gut was im Hut gehabt!
00:13:52: Die Alternative war immer der ASEE.
00:13:55: Hast du nicht so viel eingespielt?
00:13:56: Da waren mehr Studenten aber da hast du natürlich ordentlich Party gemacht.
00:14:00: Ja wir waren natürlich häufiger am ASEe.
00:14:03: Aber am Ende
00:14:05: gab es mehr Geld,
00:14:06: oder?!
00:14:07: Dann machen sie mal, ja gut.
00:14:08: Irgendwann musste auch dein Zugticket irgendwie finanzieren und wieder zurückkommen.
00:14:12: Ja also ich habe da wirklich viel gelernt.
00:14:15: Also wir haben auch einfach wenn wir nicht vorbereitet waren Wenn wir nicht geliefert waren wenn wir uns nicht aufs Umfeld eingestellt haben sich das nicht gelohnt.
00:14:23: Wir hatten einfach Freude daran.
00:14:25: Es war einfach ein Lebensgefühl.
00:14:26: Das ganze war so zwischen meinem vierzehnten und sechzehnte Lebensjahr.
00:14:31: Es war eine unglaublich coole Zeit Und mir war nicht bewusst dass ich da viel lerne und dass sich da viel für einen mitnehme.
00:14:40: Aber, ähm... Ich sage auch heute immer all die Gedanken, all die Ideen, die du als Kind oder als junger Mann hattest, die bleiben in dir und wir müssen dann halt irgendwann raus.
00:14:50: Das mache ich heute noch so!
00:14:51: Meine innere Stimme hört sich heute noch genauso an.
00:14:53: Und deswegen freue ich mich unglaublich, dass ich damals auch Leute hat sie um mich herum, wir hatten eine Fantasie volle Namen.
00:15:01: Wir hießen irgendwie Mustervermandesmann, die Crosshits oder das Pausenbrot und haben einfach Party gemacht.
00:15:08: Und ich freue mich heute noch riesig darüber wenn ich darüber nachdenke oder mit meinen alten Kollegen darüber schwelge dass wir einfach gemacht haben.
00:15:18: Das war echt cool!
00:15:20: Jetzt erhöhen wir den Takt noch ein bisschen.
00:15:21: Wir nennen mal fünf Satzanfänge.
00:15:24: Fünf ehrliche Antworten will ich von dir?
00:15:26: Kein PR-Sprech, kein Ausweichen.
00:15:28: Du sagst einfach was du denkst.
00:15:29: Bist bereit?
00:15:31: Klar!
00:15:33: Wenn ich im Markt etwas verbieten würde, dürfte dann...
00:15:36: Lautes Telefonieren mit dem Handy
00:15:39: Der Satz den ich im Teammeeting nicht mehr hören kann.
00:15:42: Und wenn mir jemand sagt dazu habe ich keine Idee.
00:15:44: Einen richtig guten Markt erkennt man an?
00:15:47: Zufrieden und Kunden und vollen Kassen
00:15:50: Ja da ist was dran.
00:15:51: Das letzte Mal das uns ein Konzept richtig auf die Füße gefallen ist
00:15:55: Vor vielen Jahren habe ich einen Dönerverkauf hinter der Fleischstegel gestartet und da musste ich relativ schnell einsinn, das sind nicht wir.
00:16:02: Und dann haben wir es wieder eingestampft.
00:16:04: Hättet ihr euch mal vorher vielleicht noch jemand an die Seite geholt?
00:16:09: Wenn Edeka uns morgen feuert!
00:16:12: Dann verkaufe ich Kartoffeln auf dem Wochenende ab.
00:16:14: Kommt jetzt ein kleiner Block.
00:16:16: du hast kurz Pause wenn ihr mehr über solche Machertypen wie Stefan wissen wollt.
00:16:21: drückt jetzt auf folgen Und?
00:16:23: Welche Macherinnen und Macher sollen wir ins Studio holen, schreibt es uns oder bewertet uns bei Spotify.
00:16:29: Wir lesen alles.
00:16:32: Kleiner Werbeblock für uns!
00:16:35: Sags wie erzählen Geschichten dann kann man auch mal vom Preis ablenken.
00:16:39: was heißt das genau?
00:16:41: Ja die erzählten Geschichten.
00:16:43: Wir machen Tourist-Stelling on top.
00:16:44: allerdings also dass war sich da mache das ist die Kirsche die nochmal oben auf die Sahne kommt.
00:16:51: Wir sind Realisten und wir wissen natürlich auch, was am Markt angemessen ist.
00:16:55: Und worauf reagieren müssen?
00:16:57: Wir wissen um die Preisleistung, wir wissen um Sonderangebote... ...wir wissen um Preiseinstieg, um tolle Sortimente!
00:17:05: Ich erzähle nicht immer meine Geschichte natürlich nicht das mache ich heute und freue mich auch dass ich das darf.
00:17:10: aber ich erzähle hier in unserem Markt die Geschichten über tolle Mitarbeiter die wir groß machen und über Lieferanten die wir stärken wollen.
00:17:20: einfach eine ganz klare Strategie und im Wettbewerb zu bestehen, heißt natürlich auch bekannt so sein.
00:17:26: Und das gelingt uns in unseren beiden Einzugsgebieten sehr gut mit diesen Geschichten.
00:17:32: Geschichtenerzähler traut man dem.
00:17:36: Ich glaube wenn man sich mit unseren Geschichten auseinandersetzt und wenn man mit den Mitarbeitern spricht über die wir da sprechen oder die Differanten dann kann einem das durchaus schon mal auch mit stolz erfüllen.
00:17:45: Deswegen machen wir das!
00:17:47: Vertrauen heißt dann auch, dass der Kunde nicht jeden Cent umdreht?
00:17:51: Das macht er ja am Ende doch.
00:17:54: Also am Ende haben wir Kunden die natürlich auch Angebote nutzen und das sind tendenziell wahrscheinlich mehr Und da schauen wir nicht weg und das bedienen wir natürlich auch.
00:18:09: aber wir geben uns nicht damit zufrieden ausschließlich dies zu tun sondern wie gesagt Kirsch auf der Sahne, die wir dann noch mitpräsentieren.
00:18:20: Schön dass das immer wieder gelingt, dass jemand auch die Kirsche naschen will.
00:18:25: So lange ich sie nicht teilen muss?
00:18:26: Fünftausendfünfhundert
00:18:29: Quadratmeter Mark kaufe.
00:18:31: viele sagen die Großfläche ist tot.
00:18:32: Die Leute wollen schnell rein und raus Und sich mich in irgendwelchen Gängen verirren.
00:18:37: Du setzt auf Graffiti BVB-Kassen und Industrie Look.
00:18:42: reicht Design wirklich aus solche Shopping Destinationen zu retten oder ist es am Ende Nur eine sehr teure Liebeserklärung an Dortmund.
00:18:52: Man muss vielleicht mal ein bisschen was zu der Historie, dieses Standort sagen in Dortmund-Applerwerk?
00:18:55: Ja wir sind groß!
00:18:57: Aber wie haben wir einen Standort... Da reicht die Historie auf neunzehntdreiensebzig zurück und ich sage heute das sind eingelaufene Handelsfade, die wir hier haben und wir haben uns bewusst für das Vertriebssystem Verbrauchermarkt entschieden.
00:19:11: Die Tristesse
00:19:14: Entschuldigung, weil das gelernt ist auch in der Umgebung.
00:19:16: Es war früher die grüne Wiese aber auch die Wohngebiete sind in den letzten fünfzig Jahren immer näher ins Standort gerückt und die Tristesse unseres Vorgängers realen.
00:19:26: Das war nie ein Maßstab für uns Und dafür.
00:19:28: deshalb haben wir von Anfang an auf Atmosphäre gesetzt Auf Sortimentsvielfalt auf gute Mitarbeiter und vor allem Den Servicebereich gestärkt.
00:19:38: Wir schauen heute auf Umfragen zurück, wo wir eine unfassbare Akzeptanz oder Servicebereich unserer Bedienungstheken haben.
00:19:45: Und ja das liefern wir.
00:19:50: ich denke dass wir das auch ganz gut machen und wir lassen uns die Liebeserklärungen an die Kunden nicht zusätzlich bezahlen sondern auch das ist on top!
00:20:00: Das ist da weil es sowieso gemacht werden muss.
00:20:03: Ich habe gelesen, dass es Standorte mit Umsatzproblemen gibt auf der Großfläche.
00:20:09: Wenn ja unser Markt gehört nicht dazu.
00:20:10: und woran das liegt, ob es an dem Aufschlag liegt, dass wir hier wirklich mit viel Trubel an den Start gegangen sind um uns hier zu stärken und den Bekanntheitsgrad zu erhören.
00:20:23: Wir machen so weiter.
00:20:24: Wir sind von unserer Vorgehensweise überzeugt und das sind wir.
00:20:28: Das machen wir so.
00:20:29: Unsichlich auch erfolgreich!
00:20:30: Welche Geschichte hat denn bisher am besten funktioniert?
00:20:34: Das ist der Slogan einfach Dortmund.
00:20:36: Der ist leider nicht von mir, der ist von Karola Lappenbusch unserer Prokuristin mittlerweile die den Weg hier seit sechs Jahren mit mir geht.
00:20:48: und wir haben Tage lang sind wie durch die Republik gefahren und haben überlegt was machen wir?
00:20:53: Und ich habe gedacht wir machen den modernen Marktplatz und irgendwann sagt sie nach Tagen warum machen wir nicht einfach Dortmond und Gänseautoment?
00:21:02: So, dann haben wir es gesagt.
00:21:04: Und was haben wir dann gesagt?
00:21:05: Aber bitte keine Stadtrundfahrt, keine Vergangenheitsbewältigung!
00:21:08: Wir wollten das junge frische Dortmund präsentieren, was sich von der Malocher-Stadt entwickelt hat zur Dienstleistungsstadt.
00:21:14: Wir wollten dass junge frischen Dortmund mit Grafitis, mit der Skalter Szene, mit Juicy Beats und Fußball.
00:21:24: Es ist einfach unglaublich erfrischend und es kommt auch einfach gut an bei den Kunden.
00:21:31: Manchmal sind die einfachen Ideen auch die besten.
00:21:34: Ja und das ist doch schön, wenn man sich da noch hört.
00:21:38: Und du lässt?
00:21:40: Gibt es denn Sortimente wo Storytelling überhaupt nichts bringt und nur der Preis zählt?
00:21:45: Toilettenpapier und Haarmilch!
00:21:47: Gut, das war's.
00:21:50: Das ist ja gut, dann kann man mal mit leben.
00:21:54: Wie reagierst Du denn, wenn ein Kunde sagt bei Aldi ist er aber billiger?
00:21:57: Ja, Aldi macht einen super Job Das steht völlig aus der Frage.
00:22:01: Aber wir haben einfach mehr und wir haben zusätzlich Sortimente, die einfach wertvoller sind.
00:22:07: Und so regle ich darauf.
00:22:08: Diese Werte erläutere ich dann auch gerne.
00:22:14: Spätestens am Umgang merken Sie vielleicht auch bei euch ein bisschen mehr Atmosphäre?
00:22:20: Ja, die Atmosphere spielt schon eine große Rolle aber nichts ist so trotz... Der Preis ist auf jeden Fall ein Kriterium für den Einkauf den wir auf überhaupt keinen Fall unterschätzen können und ein Image, was davon abweicht dass wir nicht preiswürdig sind ist meiner Meinung nach spätestens in den letzten drei bis vier Jahren nicht verantwortbar.
00:22:42: Von daher bedienen das voll mit aber wir haben auch sehr wertvolle Ware.
00:22:48: Was läuft denn auf der Fläche im Marktkauf anders als in dem zweitausend fünfhundert Quadratmeter großen E-Center in Herdecke?
00:22:55: Ja es Die Sortimentarbeit ist extrem anspruchsvoll.
00:23:00: Es sind einfach völlig andere Dimensionen, insbesondere auch wenn wir den Bereich des Non-Foods mit reinnehmen die Mengendimission in der näher Bereich der Aktionswaren.
00:23:11: da brauche ich schon wirklich sehr erfahrener Leute teilweise auch Leute die vorher schon auf Großflächen gearbeitet haben.
00:23:17: Was brauchst du?
00:23:18: Wenn du das machst?
00:23:18: Du brauchst vor allem Besinnungen auf deine Stärken.
00:23:20: die musst du jeden Tag sehen.
00:23:21: Du musst jeden Tag sagen was hat geklappt in der letzten Woche und was hast nicht?
00:23:25: Das heißt eine klare Besinnung.
00:23:27: Du brauchst auf der großen Fläche Klarheit in jeglicher Hinsicht, Klarheit an der Kommunikation und in der Umsetzung.
00:23:34: In meiner Funktion und auch in der Funktion der Marktleiter, der Teamleiter immer wieder Verbindungen schaffen zwischen den Teams, zwischen den Kunden.
00:23:45: Immer wieder vernetzen, immer wieder aufeinander zugehen.
00:23:48: zu den Lieferanten.
00:23:50: Ganz ganz wichtiger Baustein also die Zusammenarbeit mit den Industriepartnern ist auf der Großfläche auch nochmal ganz, ganz wesentlich und unverzichtbar.
00:24:00: Gerade dann wenn wir hier mittlerweile unseren Feierabendmarkt umsetzen wo über vierzig regionale Lieferanten haben, wo wir sagen das sind eure Bühne präsentiert mit uns gemeinsam, eure Produkte.
00:24:15: Das habe ich so nicht erwartet aber es macht unglaublich viel Spaß!
00:24:21: Nimmst du was darüber mit ins E-Center oder ist das wieder eine ganz andere Arbeit und hast du da dein Team?
00:24:28: Oder kannst du auch mal wechseln.
00:24:31: Ja, also da sind wir natürlich schon wesentlich eingefahrener aber wir haben einige Konzepte jetzt bei der letzten Umgestaltung aus dem Marktkauf auch ins e-Centre geholt.
00:24:41: Und zum Beispiel unsere Naturkenntabteilung die wir hier sehr erfolgreich ans Netz gebracht haben.
00:24:48: Die haben wir jetzt auch in das e-center geholt.
00:24:51: Das wäre mein nächster Punkt gewesen.
00:24:53: Zehntausend pro zehntausend Produkte hast du aufgestackt, Fokus Bio und Nachhaltigkeit.
00:24:57: wie verkaufst Du denn deinem Kunden das teure Biosiegel wenn zwei Gänge weiter der Preis von der Eigenmarke im Regal schreit sagt nämlich
00:25:07: Also die Eigenmarcke Die machte uns erst mal wettbewerbsfähig.
00:25:12: dass ist wichtig.
00:25:13: es auch ein absolutes muss Die Naturkinderteilung, die schlägt im Prinzip eine Brücke vom Fachhandel in den Supermarkt.
00:25:19: Und es war einfach eine riesengroße Chance für uns dieses Konzept zu integrieren und wir gewinnen neue Kunden dadurch, die sich bewusst nachhaltig ernähren.
00:25:31: Meine Mitarbeiter haben unheimlich viel Freude an diesem Sortiment.
00:25:34: also unsere Nachwuchskräfte reißen sich regelrecht darum auch in der Abteilung präsent zu sein.
00:25:39: Es bringt einfach Schwung in den Markt viel Kompetenz Ja, es hat natürlich auch einfach einen enormen Einfluss auf den Rohertrag wenn man so ein tolles Sortiment auf die Fläche holt.
00:25:55: Die Kunden sind meistens schon sehr gut informiert, wenn sie in den Markt kommen.
00:25:58: Sie kennen das!
00:26:01: Und ich hab jetzt in der letzten Woche am Samstag in der Abteilung gestanden und habe so ein Erlebnis gehabt.
00:26:10: Da kam ein junger Mann mit seinen zwei Kindern irgendwie in die Abteilungen, rief seine Frau an und sagte ... Die haben mir den ganzen heißen Scheiß!
00:26:20: Und da hab' ich gedacht... Den haben wir hier.
00:26:24: Der hat sich so gefreut, ne?
00:26:26: Der hat einfach gesagt ja das kann ich jetzt auch abdecken Ich geh an die Fleischstek, ich kaufe meinen Frischwisch, die Hohme, mein Gemüse Und dann kriege ich jetzt noch das absolute Premium-Biosortiment.
00:26:36: Wir haben einfach glücklich, da gehe ich dahin und sage schön, dass wir es sehen!
00:26:41: Schön, dass sich freuen.
00:26:44: Dann denke ich auch manchmal schlägt mein Herz halt etwas schneller und dafür machst du das.
00:26:48: Aber toll finde ich auch, dass die Mitarbeiter da dann so einen Spaß dran haben und das die auch wieder motiviert, mal was Neues zu machen.
00:26:55: Und neue Abteilungen irgendwie aufzubauen in die Zukunft zu richten.
00:26:59: Das heißt ja immer wieder etwas ausprobieren scheint gut zu funktionieren.
00:27:05: Ja und ein Mitarbeiter will Abwechslung haben der will natürlich junge Leute wohnen nachhaltige Sortimente führen Die stehen dahinter, die informieren sich.
00:27:15: Die sind da nah dran und der eine oder andere sagt auch wenn ich mir das mehr leisten kann er sich nur noch diese Bioartikel aus dem Prämium bereichen.
00:27:24: Das ist einfach tolle Geschichten mal so einen Demeterhof besucht und wir wissen einfach welche tolle Philosophie dahinter steckt und ich bin einfach dankbar dass es Menschen gibt, die diese Sortimente gestalten anbauen und ich Bin auch einfach Dankbar darum dass wir diese Sachen jetzt führen weil es einfach Schwung in den Markt bringt.
00:27:44: Gehen wir noch mal zurück zu den Eigenmarken, wie wichtig sind die für dich?
00:27:50: Die Entwicklung geht natürlich insbesondere in der letzten vier Jahren ziemlich durch die Decke.
00:27:56: Die Gründe dafür sind natürlich Kostenersparnisse, die Kunden jetzt brauchen.
00:28:02: Wir hatten vor einigen Jahren stark ansteigende Energiekosten und haben natürlich schon gemerkt dass die Kunden das Gefühl, an irgendetwas zu machen.
00:28:12: Und nicht jeder ist dann nur noch ausschließlich in den Discount gerannt die sich natürlich auch gerade an der Situation umsatzmäßig, denke ich maximal ja freuen.
00:28:21: Unsere Eigenmark und das Eigenmarken-Portfolio hat in den letzten Jahren einfach auch vermehrt an Vertrauen gewonnen.
00:28:28: Das finde ich auch gut!
00:28:31: Am Ende passen sie auch einfach zu uns und vervollkommen da natürlich auch irgendwie das Einkaufserlebnis bei uns.
00:28:39: Trotzdem sage ich auch immer, vernachlässigt die Marke nicht.
00:28:43: Der Kunde bleibt Jäger und Sammler und wenn er einkaufen geht hat ja einfach Sehnsucht und möchte auch Bedürfnisse decken, die vielleicht nicht auf seinem Einkaufszettel stehen.
00:28:55: Und da werden wir weiter machen.
00:28:57: Da werden wir auch dran bleiben und noch für den Wow-Effekt sorgen.
00:29:03: Ich denke wir müssen beides gut bedienen aber Eigenmarken verstecken, Preiseinstieg verstecken.
00:29:09: Gerade jetzt auch zum Jahresanfang halte ich für keine gute
00:29:13: Strategie.".
00:29:36: Also war es aus der Not heraus oder wie bist du draufgekommen?
00:29:40: Der Umgang wird anspruchsvoller, ganz klare Sache.
00:29:43: Allerdings in den Jahren hat man noch die Nachwählen von Corona und diese ganze Corona-Zeit hat einfach die Kunden, die Mitarbeiter gespalten.
00:29:53: Die Art und Weise wie mit der Pandemie umgegangen ist, hat unsere Gesellschaft natürlich auch unsere Kunden und Mitarbeiter gesparten Und wir merkten, da lag irgendwie so eine Käseglocke über uns wo wir dachten das ist aber hier und da wirklich heikel.
00:30:13: Wir mussten in dem Zuge irgendetwas machen und es ist aber auch geblieben.
00:30:16: Wir haben jetzt mittlerweile umgelegt, dass heißt unsere Personalreferentin macht das die ist ansprechbar für unsere Mitarbeiter.
00:30:24: dann muss man einfach manchmal alles rauslassen was man so erlebt hat Und nach vorne schauen und Werkzeuge an die Hand geben, wie man damit umgeht.
00:30:33: Auf der Fläche ist sie auch sehr präsent und wird auch hin zugerufen wenn es mal zu Konflikten kommt.
00:30:39: Ich denke das muss eine gewisse Selbstverständlichkeit finden und diese Stelle zu benennen war natürlich auch vielleicht ein Stück weit ein kleiner Wegruf und zu sagen da stehen wir jetzt ja das bleibt!
00:30:52: Das geht nie ganz weg, wir führen uns auf weiter.
00:30:54: Haben die Mitarbeiter da so einen Der steht hinter uns gespürt, war das für die... Also so könnte ich mir vorstellen dass sie das sehr positiv aufgenommen haben und vielleicht auch daraus gelernt haben, selbstbewusster zu sein?
00:31:08: Also mein Führungsstil basiert immer darauf, dass ich hinter meinen Mitarbeitern stehe.
00:31:13: Dass ich meine Mitarbeiter stärker nehme.
00:31:16: Nimm mich dir sofort ab!
00:31:17: Ja natürlich muss ich manchmal auch etwas korrigierend eingreifen aber dann stelle ich eher Fragen als da sich eine Vorgabe gebe.
00:31:25: Aber es ist Also es ist einfach so wichtig, dass ich einen guten Draht zu den Leuten habe und das passt.
00:31:34: Nein!
00:31:34: Ich glaube, dass das auch niemand infrage stellen würde der mit mir eng zusammenarbeitet.
00:31:40: Es ist nichts egal und es ist nicht so, dass mich mich nicht um Kleinigkeiten kümmere.
00:31:45: Ich bin da wenn die Leute mich brauchen aber muss natürlich auch jemanden da sein wenn ich nicht in der Nähe bin und ich glaube Dass wir das gewährleisten können.
00:31:53: Jetzt kommen wir noch mal zu deinem Hobby.
00:31:55: Du hast mit einem Hausmeister, einem Azubi und einem Kunden die Band Grape Land gegründet.
00:32:01: Kamst du dazu?
00:32:03: Grabeland!
00:32:04: Oh Gott, diese ja... Na klar, Grabelland ist doch logisch.
00:32:09: Wie kamst denn dazu?
00:32:10: Und probt ihr Markt oder im Proberaum?
00:32:14: Ja also das Thema Musik ist immer so allgegenwärtig und man spricht drüber und dann sagt irgendwann sehr Sebastian Joah ich war auch eine Gitarre aber irgendwie so richtig Komme ich ja gar nicht dazu.
00:32:26: und Auszubildender sagt, ich hatte mal Schlagzeugunterricht.
00:32:29: Und dann hatten wir einen Student in der Obstabteilung, der auch ganz passabel Gitarre spielt.
00:32:35: Wir haben uns laut unterhalten.
00:32:36: Dann klopft er uns irgendwann kunde auf die Schulter und sagt, ihr spiel Bass und der Instellateur unseres Partnerunternehmens, der dann gerade hier auf einer Baustelle war sagt ich singe ganz passabel meiner Meinung nach und haben uns getroffen.
00:32:53: Und auch das Grabeland einfach Dortmund ist ein Ruhrgebietsting also irgendwo an den Bahntrassen ist immer so landübrig geblieben.
00:33:02: wenn man da keine Kleingeartenanlagen bauen durfte dann durfte man zumindest irgendwie Gemüse anbauen eine kleine Hütte und Unterstand bauen.
00:33:12: Und das sind wir hier in Dortmund.
00:33:13: In der Band, wie im Betrieb muss es menschlich passen, stellst du Leute nach dem gleichen Prinzip ein?
00:33:19: Ja!
00:33:20: Wir haben immer so die Einstellung Kenntnis ersetzt Charakter nicht.
00:33:23: Also kann's noch so gut informiert sein und nochso gut vorbereitet in den Job kommen.
00:33:29: Am Ende ist es dann auch der Charakter, der uns letztendlich auch maßlos überzeugt.
00:33:34: Ja... Und am Ende ist genau so, wie ich es gesagt habe, ja ... Es muss menschlig passen wenn es menschenlich nicht passt.
00:33:41: Also im Ruhrgebiet sagst du, wenn ich mir nicht vorstellen kann mit dem Bierchen zu trinken dann lassen wir es doch.
00:33:46: Und da stehe ich auch hinter... Manchmal ist das schade, wenn du Leute mit einem unfassbaren Kenntnisstand mit unglaublich viel Erfahrung hast aber es muss einfach miteinander und untereinander funktionieren sonst kannst du auch nicht wachsen.
00:34:01: Hast du schon jemanden mal umgepolt?
00:34:05: Dass du gedacht hast Mensch eigentlich passt er nicht so richtig aber wartig mal ab und dann hat er sich ganz wohl gefühlt oder sie?
00:34:12: Ja, also es gibt glaube ich Zeiten da habe ich noch so ein klein wenig Einfluss auf die Leute und deswegen bilden wir sehr intensiv aus.
00:34:20: Wir haben aktuell elf Auszubildende.
00:34:23: Da freue ich mich schon wenn ich dann mal die richtigen Fragen stelle und die Leute vielleicht hier und da nochmal bisschen nachdenklich stimme.
00:34:43: Ja, also wenn du deinen Namen an den Markt schreibst dann musst du natürlich auch liefern.
00:34:47: Und zu meiner Zeit, wenn ich in die Läden gegangen bin, dann stand der nette Onkel da und er hat mal ein Bümschen aus seiner Tasche geholt.
00:34:54: Dann hast du dich gefreut und hast gesagt wo ist denn der Mann?
00:34:58: mit dem Bömschen und die Scheibe Fleischwurst an der Theke klar.
00:35:03: Ich mache das heute, ich mache das auch sehr bewusst aber ich zeige den Mitarbeiter natürlich auch du darfst das hier Und heute muss ich mir natürlich auch einer gewissen Strahlkraftbewusst sein und sagen so dafür stehst Du das machst Du und ich finde auch ganz viele Leute die dann einfach sagen da mach ich mit und im Ruhrgebiet ist es ein bisschen so Diese Sprüche, das ist auch immer so ein bisschen der Kit, der die Leute zusammenhält.
00:35:29: Und samstags morgens sind die Leute schon mal ein bisschen entspannter und kommen dann locker-flockig um die Gegend... Dann haust du einfach mal einen raus!
00:35:39: Ich finde es eigentlich ganz schön wenn das auch Einfluss auf den Einkauf hat und dass denen Einkauf vielleicht ein bisschen trägt.
00:35:48: Es ist nicht nur die Atmosphäre, die wir schaffen wollen Wir wollen natürlich auch ein Stimmungsbild schaffen Und man muss natürlich auch ein sehr feines Gefühl dafür haben, ob es angemessen ist.
00:35:57: Aber wenn ich einige Jahre an einem Standort bin dann kennst du deine Leute und dann machst Du das!
00:36:03: Und da machen viele Leute mit... ...und ich glaube dass es ganz angesandt ist insbesondere am Wochenende bei uns einkaufen zu gehen.
00:36:10: ja.
00:36:11: Was haust Du denn da so manchmal so raus?
00:36:13: Was muss man sich darunter
00:36:14: vorstellen?!
00:36:15: Ja also ähm.... Erst mal kommt es schon mal gelegentlich dazu, dass ich mal so in den Einkaufswagen schaue.
00:36:22: Und klar, ne?
00:36:24: Wenn die Leute dann damit sechs Kilo Fleisch rausgehen und herbergt Knebel, der sagt halt immer mit Schatzung Rudelwölfe zu Hause.
00:36:29: Nee, aber vier Kinder!
00:36:33: Du holst die Leute ab... Ich weiß das nicht,
00:36:36: ne?!
00:36:36: Am Freitag kam eine ältere Dame rein, ich sag mir, da ist ja meine kleine Forelle.
00:36:41: Dann freut ihr sich, na?
00:36:42: Und du merkst es dir auch.
00:36:43: Die Leute sagen, ich gehe einkaufen.
00:36:46: Vielleicht sagen wir euch geht zum Grumendorfer, oder macht man sich mal ein bisschen schicker.
00:36:51: Und dann kommt man ins Gespräch und das ist vielleicht auch einen Mehrwert den der Vollsortimenter mit seiner etwas größeren Personaldecke bietet.
00:37:02: So viel Zeit muss sein!
00:37:03: Das ist das Pläuschchen, das brauchen wir hier.
00:37:06: Der nächste Traum wäre eigentlich im Innenstadtmarkt und dann wird es auch Kultur- und Konzerte miteinbeziehen wollen?
00:37:13: Supermarkt als Kulturort, ist das Spinnerei oder Zukunft?
00:37:18: Also erst mal ... Ist halt ein Luftschloss.
00:37:21: Ich werd gefragt und hab gesagt, weit wünscht er dir, dann sag ich so... Das wär ja schön!
00:37:26: Ja, ich befasse mich schon sehr intensiv mit dem Handel Und ich schau auch schon lange, dass wir mal in die Innenstadt kommen.
00:37:34: Es gab viele Konzepte und die galten immer als etabliert.
00:37:39: Dann sind sie gescheitert.
00:37:41: Weil wir alle so bestürzt waren hat keiner sich geäußert und wir darüber nachgedacht, ob wir das Altbewert irgendwie weiterführen oder nicht weiterfühlen.
00:37:49: Und ich bin der Meinung, die Innenstadt braucht Unternehmer, die träumen, die machen und die handeln.
00:37:56: Das verschafft einer Stadt auch eine gewisse Individualität, die mir häufig fehlt, weil wir einfach aneinander gereite Ketten haben, die in Düsseldorf, in Oberhausen, in Gelsenkirchen oder Dortmund sehr ähnlich sind.
00:38:10: So jetzt komme ich so ... mit meiner Ruhrpotschnauze um die Ecke und hause raus.
00:38:15: Und dann bin ich so unterwegs, dann sprichst du mal mit dem Bürgermeistern, lernst du einen Investor kennen und sprich's mit denen.
00:38:24: Dann gehe ich da hin und würde vielleicht sonst sagen Guten Tag!
00:38:28: Ich möchte die Sortimentsbausteine der Edeka in der Innenstadt integrieren.
00:38:33: Dass es da keinen folgeterming gibt ist ja wohl klar ne?
00:38:35: Und jetzt komme ich so um die ecke und fange dann an Ab dann so meine Spinne Reihen oder meine Träume und der Ziel von meinen Möglichkeiten.
00:38:46: Und ich möchte eine Einzigartigkeit schaffen, was passiert dann?
00:38:50: Es öffnen sich natürlich auf Amatüren!
00:38:53: In bestem Fall hast du jemand vor dir stehen, der mit derselben Leidenschaft seinen Job macht und sagt wow das ist gut können wir uns wieder sehen kann ich dich mal besuchen.
00:39:07: dann entsteht eine Art und Weise der Zusammenarbeit, die für mich sehr vielversprechend ist.
00:39:11: Und ich werde nicht davon abweichen!
00:39:14: Und ja nennt mich Spinner, nennt mir Träumer, nennte mich als unrealistisch.
00:39:21: Ich werde so weitermachen und wenn in meinem tiefsten Herzen der Wunsch ist dass ich dieses einmal umsetzen werde, dann werde ich auch daran festhalten.
00:39:32: Bis von neunhundert Quadratmetern auf fünftausend Fünfhundert gegangen, von Rewe zu Edeka vom kleinen Stadtteil in die Großfläche.
00:39:39: Hast du damals aus der Sicht von heute alles richtig gemacht oder würdest du vielleicht auch was anderes machen?
00:39:45: Ja also ich bin Wege gegangen, die waren krumm wie eine Banane und den Weg habe ich gerade gezogen.
00:39:52: aber ich bin den Weg gegangen und ich glaube dass das ganz ganz wesentlich ist.
00:40:01: Ich sag dir mal in der ganzen Vorbereitung auf das, was vor dir steht.
00:40:04: Dann kannst du ein Podcast hören und kannst Bücher lesen oder Seminare besuchen.
00:40:09: aber am Ende musst du einfach machen.
00:40:11: Einfach Ärmel hochkrempeln und in dem Zeitraum wo andere vielleicht noch darüber nachdenken und Haar dann und nochmal fragen, dann sind wir schon dabei!
00:40:20: Und ich glaube dass das ganz ganz wesentlich ist, ähm... Dass man macht Heute kommt eine Generation nach.
00:40:29: Wir sitzen zwei Tage am Rechner und wickeln in drei Stunden Konzept um aus oder rollen das aus im Markt.
00:40:35: Und das finde ich extrem beeindruckend, weil es auch wesentlich nachhaltiger ist, weil dann auch ein Vorgang ist der wieder und wieder angewandt werden kann.
00:40:48: Da entdecke ich manchmal dass ich in derselben Zeit viel ausprobiere mache und jetzt müssen wir das einfach zusammen bekommen.
00:40:56: da kommt eine Generation nach und ich sage das ganz bewusst die ist vielleicht nur halb so alt wie ich.
00:41:01: Aber ich bewundere sie und ich arbeite sehr, sehr gerne mit ihnen zusammen.
00:41:04: Und gebe ihnen auch gerne den Raum auf ihrer Art und Weise zu machen.
00:41:08: Und einen Raum auch wieder für Kreativität, für die Umsetzung... aber ich muss mich schon eingestehen.
00:41:16: Ich muss mich ja schon... ähm... Ja!
00:41:19: Ähm... Ich sehe einfach eine andere Vorgehensweise und die muss ich auch zulassen und das tue ich auch.
00:41:27: Weil so wichtig einschätze bringst du auch deine Erfahrung dann?
00:41:30: gerne mit ein.
00:41:31: Ich muss mich mal ein paar schon sehr zurücknehmen und sie machen lassen, ne?
00:41:37: Es musste ja letztendlich auch einen nachhaltigen Effekt haben wenn du mit jungen Leuten zusammenarbeitest.
00:41:42: Wir haben jetzt elf Auszubildende ich hatte das gerade schon gesagt wir haben viele viele Nachwuchskräfte nach der Ausbildung auch zum Teamleiter ernannt oder in Führungsposition gebracht und ich werde immer wieder überrascht wenn ich diesen kreativen Raum schaffe und wenn er ausgefüllt wird.
00:42:02: Und es ist nicht immer wesentlich, wie ich die über die Dinge denke, weil Handel muss sich auch ein bisschen an der Kultur orientieren und Handel muß sich weiterentwickeln.
00:42:11: Das geht vor allem, wenn man den Raum dafür hergibt, dass junge Leute sich weiter entwickeln können.
00:42:19: So der eine Song oder das eine Mindset, dass du jungen Kaufleuten heute mit gibst?
00:42:25: damit sie vielleicht in der vierten oder auch in einer ersten Generation nicht untergehen.
00:42:30: Ja, es ist vor allem das man sich traut und dass man muss Mut haben, Ideen umsetzen halte ich für sehr wichtig.
00:42:40: die besten Projekte gehen auf jeden Fall gemeinsam.
00:42:43: Ich würde nicht alleine immer sagen mit dem Kopf durch die Wand Hör auf dein Bauchgefühl!
00:42:49: Ist auch eine Sache, die ich viel zu lange nicht gemacht habe, die heute wieder tour ganz bewusst auf mein Bauch gefühlt zu hören.
00:42:55: Ja, und ich würde mir von niemandem einreden lassen, dass man Ziele nicht erreichen kann.
00:43:00: Vielen vielen Dank Stefan!
00:43:01: Das war eine richtige Lehrstunde.
00:43:05: Und du bist ein richtiger Geschichtenerzähler.
00:43:07: Vielen dank, dass du da warst.
00:43:09: Vielen viel Dank, dass ihr mir zugehört habt.
00:43:13: Das werden hoffentlich noch ganz viele andere...
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